Missionarische Kirche sein

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Freund schrieb mir kürzlich diese Zeilen. Ich haben mich angesprochen und ich dachte, sie sind es wert, sie weiterzugeben:

Wie kann ich heute meinen Glauben weitergeben?

eines der wichtigsten Felder für Mission ist die Familie. Die Hinführung zum Glauben lässt sich nicht „weg-delegieren“: weder an die Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden noch an die christliche Schule. Die Familie bleibt der wichtigste Ort, um zu bezeugen, wie kräftig das Evangelium Christi wirkt. Wie am Esstisch gebetet und wie mit Schuld und Versagen umgegangen wird, was der Vater dem Teenager über seinen Glauben in Krisen oder beim Hinterfragt-Werden preisgibt, wie die Mutter mit eigenen Nöten oder denen anderer umgeht … – all das wird ein Leben lang wirken. Kinder und Teenager sollten merken, was ihren Eltern Kraft gibt.

Darüber hinaus überlegen wir, wie Menschen ungeachtet ihres familiären Hintergrunds zum Glauben kommen und welche aktive Rolle wir dabei spielen können. Das sind wichtige Fragen, die im Mittelpunkt vieler Initiativen zur Mission im 21. Jahrhundert stehen. Mir fällt auf, wie vielfältig Christen ein lebendiges Zeugnis geben: neben der Familie auch per Social Media, unter Kollegen, auf der Straße im offenen Gespräch, beim Feiern von Festen, in der Erinnerungskultur und im Engagement für gebrochene oder in Schwierigkeiten geratene Menschen.

Wo fangen wir persönlich oder als Gemeinde am besten an, wo gilt es zu investieren? (...)

Soweit die Worte meines Freundes. Ich möchte diese letzte Frage an uns weitergeben: Wie können wir heute missionarische Kirche sein, um die nächste Generation zu erreichen und vielleicht auch unsere Generation, denn es scheint, dass viele mit dem Glauben noch keine eigenen Erfahrungen gemacht haben. Ich würde gerne mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen. Schreiben Sie mir doch, wenn Sie dazu Ideen haben!

Ihr Dekan Aschoff