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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

Gebete in Krankheit, Leid und Not

.

Herr, unser Gott, Herr der Zeit,

wir erleben diese Tage wie ein Alptraum

und doch wissen wir: Es ist die Wirklichkeit.


Wir klagen Dir

diese spürbare Schwere durch die Pandemie,

die Angst vor dem Virus,

den Verlust an Normalität und Leichtigkeit.


Wir klagen Dir die Unvernunft so mancher Zeitgenossen.

Wir klagen Dir, dass unsere Bewegungsradien immer kleiner werden.


Wir klagen dir, dass Außenkontakte mehr und mehr gekappt werden:

Ältere Menschen warten vergeblich auf Besuche,

Freunde können sich nicht treffen,

Großeltern können ihre Enkelkinder nicht sehen,

Gemeindeglieder nicht mehr zu Gottesdiensten zusammenkommen.


Herr, wir bitten dich:

Schenke Besonnenheit allen, die politisch Verantwortung tragen.

Schenke Weisheit, dass den Wissenschaftlern der Durchbruch gelingt

und der ersehnte Impfstoff entwickelt wird.

Sei bei den Kranken, Schwerkranken und Sterbenden und ihren Angehörigen.

Schenke allen die in Praxen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen Dienst tun und den Kassiererinnen in den Supermärkten Gesundheit und Kraft.

Schenke das Bewusstsein: Allen hilft jetzt Rücksicht, statt Egoismus.


Bewahre und behüte uns und lass uns daran festhalten:

Egal, was kommen mag: Wir sind und bleiben in deiner Hand.

Durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, unseren Bruder und Herrn.

Amen

 

Dietmar F. Schuh

 

 

Zu Dir rufe ich, wenn ich müde und lebenswund bin.
Deinen Atem, Gott, hauche in meinen ermatteten Mut.
Wärme die gefrorene Hoffnung.
Segne meine Kahlheit, dass mein Seelengrund nicht auskühle
und die Herzwände nicht versteinern.

Du bist das Licht, stärker als alle Finsternis.
Du gibst Gedeihen, machst Aufblühen, wo Verdorren droht.
Verbinde mich wieder mit dem Weichen und Zarten in mir,
dass ich erkenne, was schön ist, gut und wesentlich,
dass ich Gründe weiß, dem Leben wohl zu wollen.
Berührbar will ich sein, Anteil nehmen an allem, was mir begegnet, Verletzlichkeit wagen.

Kräftige, was erschöpft ist in mir:
Glaube, Hoffnung, Liebe.
Um Mut zum Fallen, um Mut zu Aufstehen bitte ich dich.
Verbinde mich neu mit dem Lebensstrom, indem du mich verteilst.
So stehe ich auf und wage den neuen Tag.

Antje Sabine Naegeli

 

 

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wir auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.


 

Dem Herren musst du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.

 

Dein ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüht; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt.

 

Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun.


Paul Gerhardt 1653

 

 

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,

so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

 

Noch will das Alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

 

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

 

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

 

Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

 

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.


Dietrich Bonhoeffer 1944/45

 

 

Ich möchte Ihnen ein Gebet ans Krankenbett bringen,
damit Sie sich , wie Bonhoeffer es ausdrückt,
„von guten Mächten wunderbar geborgen" wissen.
Sie können es immer wieder beten:

Barmherziger und guter Gott,
du allein durchschaust mein Herz.
Du weißt um meine Krankheit,
du kennst meine Sehnsucht nach Heilung,
meine Sehnsucht nach dem Leben.

Sende mir deine heiligen Engel,
dass sie mich behüten und bewahren.
Lass deinen heilenden Geist in meinen Leib dringen,
heile meine Krankheit,
verwandle sie in einen Weg des Lebens.

Nimm mir die Angst und die Unruhe
und lass mich in dir den wahren Frieden finden.
Stärke mich in meiner Krankheit,
dass ich durch sie hindurch zu dir finde,
dem Ziel meiner Sehnsucht.


Anselm Grün

 

 

Herr, wache über mich und mein Leben.
Halte schützend deine Hand über mich,
und gib mir Frieden für mein unruhiges Herz.
Wache über mich und meine Gedanken,
damit mich die Angst nicht verzehrt.
Wache über meinen Glauben an deine Güte,
damit ich das Vertrauen zu dir nicht verliere.
Wache über meinen Lebensmut,
damit ich mich nicht selbst aufgebe.
Stärke Hoffnung und Zuversicht,
und lass mich den Reichtum erkennen,
den du auf mein Leben gelegt hast.


Karl Görner

 

 

Herr, die Krankheit hat mein Leben
in eine bedrohliche Enge geführt.
Ängste und sorgen türmen sich vor mir auf,
und ich kann meinen Weg nicht erkennen.
In mir ist es traurig, finster und leer.
Führe mich heraus
aus meiner inneren Enge und Verzweiflung,
stelle meine Gedanken auf festen Grund,
und führe sie aus der Enge in die Weite.

Guter Herr,
die Krankheit hat sich
zwischen dich und mich gedrängt.
Mir ist die Sicht versperrt
auf die von dir geschenkte Zukunft.
Öffne mir die Augen des Herzens,
dass ich auf meiner Wüstenwanderung
die saftigen Weiden sehen kann,
die hinter meinem begrenzten Horizont lieben.

Und hilf mir,
getrost und zuversichtlich weiter zu wandern,
in der Gewissheit, dass du bei mir bist
und mit mir gehst.


Karl Görner

 

 

Gott, gib uns eine Stimme für die, die zum Schweigen gebracht worden sind
und eine Gemeinschaft ohne viel Worte,
wenn allein Schweigen dem Schmerz gerecht wird.


Aus Australien

 

 

Gott will mit dir reden. Will dir zuhören.
Will warten, bis du die richtigen Worte findest.
Du darfst sagen, was du denkst, was du fühlst.
Darfst weinen und wehklagen. Du darfst ihn sogar Worwürfe machen.
Und dann lass auch ihn reden. Sanft und einfühlsam wird er mit dir sprechen. Klug und verständnisvoll. Und du weißt, du bis zuhausen.


Jürgen Werth

 

 

Heute, mein Gott, will ich dir danken für die bisherige Lebenszeit mit allem, was sie mir gebracht hat. Erhalte mir, Herr, ein waches Bewusstsein für den Reichtum meiner Tage. Ich will nicht klagen über das, was mich beschwert, freuen will ich mich, dass ich deiner Treue gewiss sein darf und deiner
Vergebung.

Losungen 2013, S. 80

 

 

Herr, öffne uns die Augen, dass wir erkennen, was Menschen leiden an Leib und Seele. Stärke unseren Willen, dass wir uns mit Leid und Qual der Menschen nicht abfinden. Gib uns den Glauben, dass wir ausblicken auf die Zeit, in der du Leid und Qual überwinden wirst.

 

Jörg Zink

 

 

Gott, mein Herr! Deine Hand war mir stets ein fester Halt und hat mich durch mandche Not getragen. Unter ihrem Schutz bin ich gewachsen.
Sie hat mich geführt und mir den rechten Weg gewiesen.
Fiel ich, so fing sie mich auf. Und dafür danke ich dir.

 

Axel Stellmann

 

 

Lass mich im Leid nicht bitter werden, sondern reif, geduldig, selbstlos, milde
und voll Sehnsucht nach jenem Land,
in dem kein Leid wohnt und nach jenem Tag,
wo Du jede Träne abwischen wirst von den Augen derer,

die Dich geliebt haben und im Schmerz an Deine Liebe,

in der Nacht an Dein Licht geglaubt haben.

 

Karl Rahner

 

 

Ich danke dir, Gott. Ich habe große Angst gehabt, ich habe mit dem Schlimmsten gerechnet, es hätte aus sein können mit mir. Nun hast du mir Zeit geschenkt, Leben und Zukunft. Fast kann ich´s nicht glauben. Ich möchte vorsichtig sein, behutsam, aufmerksam und liebevoll. Hilf mir dabei, Gott, behüte meine Seele, meinen Geist, meinen Leib.

 

Klaus Eulenberger

 

 

Fühlen, wo Gefühle sterben, Licht sehn, da wo alles dunkel scheint.

Handeln, anstatt tatenlos zu trauern, trösten auch den, der ohne Tränen weint.

Wach sein, Zeichen klar erkennen, helfen trotz der eigenen großen Not.

Aufstehn gegen Unrecht, Mord und Lüge, nicht einfach schweigen, wo die Welt bedroht.

 

Heinz marin Lonquich

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Beten ist mehr!

Zu etwas schweigen, ändert nichts. Etwas vor Gott zur Sprache bringen, das bedeutet: Ich finde mich nicht ab mit dem, was ist, was geschieht, sondern ich öffne mich für einen anderen Horizont. Günter Ruddat ---------------------------------------------------- Mehr dazu? Dann oben klicken!

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