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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2014.31.05. 127. Missionsfest

Es war das 127. Missionsfest der Gesellschaft für Äußere und Innere Mission, das am Samstag in der Stadtkirche über die Bühne ging. Die Resonanz aller­dings war gering. Gerade einmal 60 Missionsfreunde hatten sich dazu ein­gefunden.
Stadtkirche Gunzenhausen Kreuzaltar
Kreuzaltar in der Stadtkirche. Foto: Kuhn

An Zugkraft eingebüßt


Missionsfest findet nur noch geringe Resonanz

GUNZENHAUSEN (fa) - Es war das 127. Missionsfest der Gesellschaft für Äußere und Innere Mission, das am Samstag in der Stadtkirche über die Bühne ging. Die Resonanz aller­dings war gering. Gerade einmal 60 Missionsfreunde hatten sich dazu ein­gefunden.
Vor einigen Jahrzehnten hatte das Missionsfest noch eine ganz andere Zugkraft. Noch bis in die siebziger Jahre kamen Hunderte von Missions­freunden aus dem Altmühltal und dem Hahnenkamm nach Gunzenhau­sen, um hier von den Missionaren zu hören, wie der christliche Glaube in anderen Erdteilen vermittelt wird.
Geführt wird die Gesellschaft mit Sitz in Neuendettelsau von Pfarrer Detlev Graf von der Pahlen, einem ehemaligen Gunzenhäuser Geistli­chen. Der Obmann lebt heute in Würzburg. Am Samstag hielt er die Predigt in der Stadtkirche. Liturgen waren Dekan Klaus Mendel und Missionspfarrer Matthias Knoch. Mit nach Gunzenhausen gekommen war auch Pfarrer Dr. Dietrich Blaufuß aus Erlangen, der im Vorstand der Gesellschaft mitarbeitet. Graf von der Pahlen attestierte in seiner Pre­digt der Gesellschaft von heute eine große religiöse Unruhe, ein religiöses Suchen. Viele Menschen suchten be­wusst und unbewusst eine erfahrba­re, hilfreiche Religion, einen erfahr­baren, barmherzigen, liebenden Gott. Traurigerweise suchten sie ihn oft nicht in den Kirchengemeinden, nicht bei den Christen. Aber viele Menschen ahnten, dass Gott in den Gotteshäusern irgendwie zu Hause ist. Deswegen suchten viele kirchen­distanzierte und Gott entfremdete Zeitgenossen Kirchen auf. „Es geht eben etwas Anziehendes, etwas Fas­zinierendes von unseren Gotteshäu­sern aus, besonders von altehrwürdi­gen Kirchen", so der Kirchenmann. Auch der Mensch unserer Tage suche nach Gott. Er tut es heute meist, in­dem er nach Sinn, Glück und Liebe suche. Er spüre, dass ihm etwas We­sentliches fehlt. Als Bibelersatz wür­den die Menschen täglich Horoskope lesen, ließen sich leiten von Rat­gebern, New-Age-Literatur und re­ligionsvermischenden Schriften. Der Geistliche zitierte außerdem Napole­on, von dem überliefert ist: „Die Menschen glauben alles, es darf aber nicht in der Bibel stehen." Über die evangelische Kirche in Malaysia berichteten Ruth Müller aus Haundorf (Tochter des einstigen Haundorfer und Gunzenhäuser Pfar­rers Ernst Seyler, der unter den Gäs­ten weilte) und Stefan Kistner aus Merkendorf. Beide gehören dem Mis­sionsausschuss des Dekanats Gun­zenhausen an, das seit zwei Jahren offizielle Kontakte zum Dekanat Se­langor im Distrikt der Hauptstadt Kualalumpur hat. Sie erzählten von den Möglichkeiten des Austausches unter den Partnerkirchen. Im letzten Jahr war eine Abordnung des Gun­zenhäuser Dekanats in Malaysia und unterzeichnete dort den Partner­schaftsvertrag. „Wir wollen die jun­ge evangelische Kirche in Asien un­terstützen. Sie hat etwa 10000 Mit­glieder und wächst ständig", sagte dazu Stefan Kistner. Im 28-Millio­nen- Einwohner-Land sind die Chris­ten mit neun Prozent in der Minder­heit. Die meisten sind Moslems (60 Prozent), Buddhisten, Hindus oder gehören den Religionen von etlichen Naturvölkern an.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 03.06.2014

© Text: Werner Falk, Altmühl-Bote Gunzenhausen

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

Missionsfest 2014

Dekan Klaus Mendel (links), Pfarrer Matthias Knoch,

Pfarrer Dr. Dieterich Blaufuß (Erlangen) gemeinsam mit

Pfarrer Detlef Graf von der Phalen, dem Obmann der

Gesellschaft. Foto: Falk

 

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