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2014.26.05. Besuch Regionalbischöfin Gisela Bornowski

Regionalbischöfin Gisela Bornwoski mit Dekan Klaus Mendel
Regionalbischöfin Gisela Bornwoski mit Dekan Klaus Mendel

Regionabischöfin Gisela Bornowski

GUNZENHAUSEN (hk) - Zu einem Antrittsbesuch weilte Gisela Bornowski, Regionalbischöfin für den evangelischen Kirchenkreis Würzburg-Ansbach, in der Altmühlstadt um sich im Rahmen einer Pfarrkonferenz über „Höhen-Herausforderungen-Entwicklungen“ innerhalb des Dekanatsbezirk aktuell informieren zu lassen.

Für Dekan Klaus Mendel war es ein Freude die 52-jährige Oberkirchenrätin begrüßen zu dürfen, die am 2.März dieses Jahres in das Amt zur Regionalbischöfin eingeführt wurde. Sie ist die Nachfolgerin von Oberkirchenrat Christian Schmidt, der Ende Dezember vergangenen Jahres in den Ruhestand trat. Im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg leben in 19 Dekanatsbezirken und rund 450 Kirchengemeinden mehr als 430.000 Evangelische. Mit dabei Pfarrer Dr. Philipp Hauenstein, der am 4.Mai im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der Stadtkirche in Wassertrüdingen durch Regionalbischöfin Bornowski in sein Amt als persönlicher Referent eingeführt wurde. Dr. Hauenstein ist Nachfolger von Pfarrer Burkard Stark, der im Oktober vergangenen Jahres nach 41 Dienstjahren, zuletzt als Referent bei OKR Schmidt, in den Ruhestand trat.
Im Kurzauszug stellte Mendel den Dekanatsbezirk vor, der mit seinen 28 Kirchengemeinden mit rund 20 000 Gemeindegliedern in einem so vielfältigen Landstrich wie dem Fränkischen Seeland liegt, das auch als lutherisches Kernland angesehen wird und im diesem positiv gesehen auf einem guten Weg bei der Entwicklung des Tourismus ist. Mendel lobte auch die gute Zusammenarbeit mit den politischen Behörden und Ämtern auf Gemeinde-, Stadt- und Landkreisebene.
Einen Kurzbericht über die Kirchenmusik im Dekanatsbezirk erstattete KMD Bernhard Krikkay, der seit Juni 2012 als Dekanatskantor im Amt ist, die im etwa 25 Prozent der Arbeitszeit in Anspruch nimmt, zusätzlich zur Kantorenarbeit in Gunzenhausen. Zur Organistensituation führte er aus, dass diese durchwachsen sei, jedoch können die meisten Gottesdienste durch nebenamtliche Kräfte abgedeckt werden. Momentan erteilt an sechs engagierte Leute Orgelunterricht. Die Posaunenarbeit ist ein sehr wichtiges und fruchtbares Feld im Dekanat. Im Dekanat gibt es 25 Posaunenchöre die ein wichtiges Standbein bei der Gestaltung von Gemeindeveranstaltungen, aber auch in der Tourismusarbeit im Fränkischen Seenland sind. Die Chorarbeit in den Kirchenchören ist von Nachwuchssorgen stark betroffen. Immerhin gibt es 18 Kirchenchöre, zwei Gospelchöre und drei Kinderchöre. Ein wichtiger Akzent seiner Tätigkeit ist die Organisation und Durchführung der Konzertreihe „Klangvolle Sommerabende“ die in den Dorfkirchen im Dekanat zur Durchführung kommen.
Über seine Arbeit auf dem Gebiet der Altenheimseelsorge berichtete Pfarrer Ekkehard Malcher, diesem zudem auch die Aufgabe als Seelsorger in der Gunzenhäuser Kirchengemeinde und in der Tourismusarbeit für die Stadtkirche übertragen ist. In der Zufuhr-und der Leibnizstraße, Häuser der Diakonie, mit einer Einrichtung für Demezkranke, stationärer Pflege, Kurzzeitpflege sowie für betreutes Wohnen werden derzeit circa 80 evangelischer Bewohnerinnen und Bewohner betreut. Sein Schwerpunkt liegt bisher vor allem im städtischen Burkhard-von-Seckendorff-Heim Heim mit über 220 Betten sowie seniorengerechten Wohnungen in diesem circa 150 evangelischer Bewohner und Bewohnerinnen nicht nur aus Gunzenhausen, sondern aus dem gesamten Dekanatsgebiet wohnen. Die Zahl schwankt sehr, da die Verweildauer im Heim kürzer geworden ist. Dies hängt mit dem allgemeinen Trend zusammen, dass verstärkt ältere Menschen in der letzten Lebensphase in das Haus gebracht werden, weil der erhöhe Pflegebedarf von den Angehörigen in der häuslichen Umgebung nicht mehr bewältigt werden kann.
Die Arbeit auf dem Gebiet des Tourismus teilen sich neben dem aufgetragen Seelsorgedienst in Heimatkirchengemeinden mit einer 0,25 Stelle die Pfarrer Martin Geisler (Kalbensteinberg), Ekkehard Malcher (Gunzenhausen) und Matthias Knoch (Gräfensteinberg). Sehr gut angenommen werden die in den Sommermonaten stattfindenden Seegottesdienste am Altmühl- und Brombachsee, bei diesen die vor sechs Jahren angeschafften drei Schäferwagenkirchen zum Einsatz kommen und das Mitwirken von Posaunenchören ein reicher Schatz ist. Ferner Kirchenführungen in der Rieter-Kirche in Absberg, Radtouren unter dem Motto „Für Körper Seele und Geist“ und viele weitere Veranstaltungen angepasst auf die Erholungssuchenden. Gerne angenommen werden die jährlich zur Verteilung kommenden Gästebriefe, in diesen auf die Veranstaltungen in der Tourismusregion „Fränkisches Seenland“ hingewiesen wird.
Im Dekanat haben die neuen Medien ihren Einzug gehalten, berichtete Diakon Heinrich Förthner, der neben der Mitwirkung der Gestaltung der zweimal jährliche erscheinenden Dekanatsbriefe vor allem auf die Dekanatshomepage „http://www.dekanat-gunzenhausen.de“ hinwies, in dieser neben den kirchlichen Angebot auf Dekanatsebene auf einer eigener Plattform jede Kirchengemeinde präsent ist. Monatlich erfolgen zwischen 20 und 30 000 Zugriffe und Anklicks.
Förthner, dem auch die Beauftragung für Kindergottesdienst und Kinderkirchentag obliegt, berichtete, dass in fast allen Kirchengemeinden an Sonntagen oder im vierzehntägigen Rhythmus Kindergottesdienste stattfinden. Die Dekanatsjugendarbeit wird derzeit dankenswerter Weise kommissarisch durch Pfarrer Knoch (Gräfensteinberg) in der Funktion als Dekanatsjugendpfarrer ausführt, da sich derzeit Dekanatsjugendreferentin Judith Grosser in Mutterschutz befindet. Ein Dank galt den vielen Jugendlichen die sich in die Jugendarbeit, vor allem in der Kirchengemeinde Gunzenhausen, während der Vakanzzeit mit einbringen. So findet auch in diesem Jahr das beliebte Kinderzeltlager statt, in diesem sich Mitglieder der Gunzenhäuser Dekanatsjugendkammer, des leitenden Kreises, Gunzenhäuser Jugendliche und Diakon Gerhard Lechner sich gemeinsam einbringen. In etlichen Gemeinden sind evangelische Landjugendgruppen, darunter in Merkendorf aktiv, die sich in die Gestaltung von Jugendgottesdiensten einbringen. Bliebt und bestens ausgelastet ist das Jugendhaus in Ramsberg, das eine sehr gut belegungszahl vorweisen kann. Man wisse, dass Jugendarbeit eine zeitaufwendige Jugendarbeit sei, wo es gilt ständig im Kontakt zu bleiben, Jugendliche anzusprechen, zu motivieren, zu sammeln und mit ihnen Dinge auf den Weg zu bringen.
Über das Vorhandensein an vier aufgeteilten Regionen im Dekanat berichtete Pfarrerin Katharina Wolff (Haundorf) die sich für eine engere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kirchengemeinden aussprach. Unter anderem wünscht sie sich die Durchführung gemeinsamer Kirchenvorstandsitzungen.
Erfreuliches über die Entwicklung über die bestehende Partnerschaft zum Selangor-District in Malaysia, die vor sechs Jahren ihren Anfang nahm, berichtete als Dekanatsmissionsbeauftragter Pfarrer Matthias Knoch. In den Kirchengemeingemeinden haben sich in dankenswerter Weise Personen gefunden, die als Missionsbeauftragte vor Ort tätig sind. In diesem Jahr wird eine Gruppe Jugendlicher aus Malaysia zu einem Besuch im Dekanat erwartet.
Pfarrer Gert Sommerfeld (Theilenhofen) nutzte das Gespräch auf die steigende Durchführung von Verwaltungsaufgaben die die Pfarrer und Pfarrerinnen auszuüben haben hinzuweisen. Die Pfarrer und Pfarrerinnen sind mehr Verwalter als Seelsorger. Viele Verwaltungsarbeiten, darunter das Führen von Statistiken, ermitteln von Daten werden vom Landeskirchenamt auf die Pfarrämter herabdelegiert. Man habe dabei mit Dingen zu kämpfen, die leichter lösbar wären. Ein Lob gab es für die Verwaltungsstelle Wassertrüdingen mit ihren Leiter Gerhard Rupp in dieser hervorragende Leistungen erbracht werden. Kritik gab es von Sommerfeld, Sachgebiete, darunter das Bauwesen, in andere Verwaltungsstellen zu verlagern.
Die Durchführung über den vielen, vielfältigen Verwaltungsaufwand leitete zur Diskussion über welche Regionalbischöfin Bornowski dazu veranlasste auszusagen, dass Pfarrer oder Pfarrerinnen auch einmal ein „Nein“ sagen dürfen auch gegenüber Kirchengemeindegliedern. Pfarrer und Pfarrerinnen haben Recht, dass sie einen freien Tag in der Woche haben. Dies sollte von allen Seiten anerkannt werden. Bornowski ermunterte dazu dies den Gemeindegliedern kund zu tun. In dringenden Fällen stehe ein Pfarrer/in aus der Nachbargemeinde zur Verfügung.
Regionalbischöfin Gisela Bornowski bedankte sich für das inhaltlich sehr offene Gespräch und betonte, dass der Pfarrerberuf müsse gelebt um diesen gegenüber der nächsten Generation inhaltlich noch attraktiver zu gestalten.
Die Regionalbischöfin ist im Rahmen des diesjährigen Kirchenvorsteherabends zu Gast, dieser am 17. Oktober um 19 Uhr in Gräfensteinberg in der Turnhalle der Volksschule Haundorf-Gräfensteinberg stattfindet.

 


2014.05.26 Besuch der Regionalbischöfin Gisela Bornowski in der Pfarrkonferenz

Stv. Dekan Gert Sommerfeld (rechts), Dekan Klaus Mendel, und

Senior Pfarrer Thorsten Wolff konnten erstmals in der Gunzenhausen Regionalbischöfin

OKR'in Gisela Barnowski mit Pfarrer und Referent Dr. Philipp Hauenstein begrüßen. Foto: Kuhn

 

 

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