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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2014.03.22 Dekanatsynode 2014, Teil 1

Gun-2012.03 Stadtkirche Gunzenhausen
Dekanats- und Stadtkirche "St. Marien". Foto: Kuhn

Gemeinden spüren den Wandel.

Demografische Entwicklung eines der Schwerpunktthemen der Dekanatssynode


 
  GUNZENHAUSEN (hk) - Bei der Dekanatssynode für die Synodalen aus den 28 Kirchengemeinden im Be­reich von Gunzenhausen, die im Mer­kendorfer Gemeindehaus stattfand, ging Dekan Klaus Mendel auf die all­gemeine Lage im Dekanatsbezirk ein. Er nahm Stellung zur Verwaltungs­stellenreform und zur Umsetzung des von der Landessynode beschlossenen Predigergesetzes, das auch auf den Dekanatsbezirk Auswirkungen hat.
 
Nach einer Kurzandacht, gehalten vom „Hausherrn" Stadtpfarrer Det­lef Meyer, informierte Dekan Klaus Mendel, dass den 28 Kirchengemein­den knapp 20000 evangelische Chris­ten angehören. Die Zahlen werden in den allermeisten Gemeinden in den nächsten Jahren vor allem wegen der demografischen Entwicklung konti­nuierlich zurückgehen. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird für das Dekanat Gunzenhausen ein Rück­gang um 2000 Gemeindeglieder pro­gnostiziert.
  Zu den Baumaßnahmen führte Mendel aus, dass die Sanierung der Kirche in Laubenzedel unmittelbar bevorsteht. Wegen statischer Proble­me werde das Gotteshaus während der Bauphase für circa ein Jahr ge­schlossen. Zum 600. „Geburtstag" im nächsten Jahr werde die Kirche wie­der geöffnet. Unter hoher Eigenbe­teiligung der Kirchengemeinde Gun­zenhausen wird das Lutherhaus ei­ner Generalsanierung unterzogen.
  Das Landeskirchenamt hat laut Mendel Bedenken geäußert, sodass noch klärende Gespräche mit dem Leiter der Verwaltungsstelle Wasser­trüdingen, Gerhard Rupp, erforder­lich sind. Einer umfangreichen Sa­nierung werden die Pfarrhäuser in Aha und Dittenheim unterzogen.
  Zur finanziellen Situation führte Mendel aus, dass der Dekanatsaus­schuss den Haushalt 2014 einschließ­lich der Einzelpläne für die Dorfhelfe­rinnen- Station und das Jugendhaus Brombachsee in Einnahmen und Aus­gaben mit 407080 Euro beschlossen hat. Bezug nehmend auf den Münch­ner Skandal merkte er an, dass die Gelder im Dekanat Gunzenhausen ri­sikoarm und mündelsicher angelegt sind. Federführend sei die Verwal­tungsstelle in Wassertrüdingen um Gerhard Rupp. Ein Dank galt Deka­natskassier Horst Kuhn für die sehr genaue Kassenführung mit halbjähr­licher Kassenprüfung durch die Ver­waltungsstelle.
  Unmut hervorgerufen haben die von der Landeskirche eingeforderten Daten zur Immobilienkonzeption. Diese wurde für den Dekanatsbezirk Gunzenhausen bereits vor eineinhalb Jahren vorläufig abgeschlossen und die Ergebnisse nach München weiter­geleitet. Bisher hat sich laut Mendel noch nichts getan. Man warte auf ent­sprechende Ergebnisse. Im Dekanats­ausschuss werde ein Immobilienaus­schuss gebildet. Dieser könne die von den Kirchengemeinden erhobenen Daten sowie deren weitere Bewertung beobachten und weiterverfolgen. Ins­gesamt 120 kirchliche Immobilien sei­en allein im Gunzenhäuser Dekanats­bezirk betroffen. Breiten Raum nahm das von der Landessynode verabschiedete Kir­chengesetz über die Verwaltungs­dienstleistungen für Kirchengemein­den und Dekanatsbezirke ein. Es gehe um Kooperationen mit benachbarten Verwaltungsstellen, darunter Pappen­heim, Nördlingen und Ansbach, mit dem Ziel einer sinnvolleren Arbeits­gestaltung. Die Synodalen sind mit den vorliegenden Plänen nicht einver­standen, da in der Verwaltungsstelle in Wassertrüdingen, zu der auch die Dekanate Heidenheim, Wassertrüdin­gen und Dinkelsbühl gehören, hervor­ragende Arbeit geleistet werde.
  Zur personellen Situation berichte­te Dekan Mendel, dass im Jahr 2013 mit Pfarrer Claus Bergmann die zwei­te Pfarrstelle in Gunzenhausen mit Pfarramtsführung und mit Pfarrer Manfred Schmitt die beiden Kirchen­gemeinden Unterasbach-Frickenfel­den und Oberasbach-Obenbrunn wie­der besetzt wurden. Die Kirchenge­meinden Aha, Pflaumfeld und Unter­wurmbach sind seit dem Ausscheiden von Pfarrer Walter Steinlein aus dem aktiven Dienst (Ruhestand) verwaist. Nachdem eine mehrmalige Ausschrei­bung im kirchlichen Amtsblatt nicht erfolgreich verlief, wurde mit der Landeskirche abgeklärt, dass zum 1. Juli dieses Jahres die Stelle an Pfarrer Thomas Schwab (Dittenheim) über­tragen wird. Pfarrer Ekkehard Mal­cher aus Gunzenhausen hat sich be­reit erklärt, während der Vakanz der beiden Kirchengemeinden Dittenheim und Windsfeld die Pfarramtsführung zu übernehmen.
  Die Synodalen beschlossen, Kir­chenvorstandsmitglied Karl Klee­mann aus Unterasbach neu in den De­kanatsausschuss aufzunehmen. Zur Personalsituation auf Dekanatsebene gab Mendel weiter bekannt, dass sich die Dekanatsjugendreferentin Judith Grosser derzeit in Elternteilzeit befin­de. In Absprache mit dem Leitungs­gremium der Dekanatsjugend über­nahm Pfarrer Matthias Knoch (Grä­fensteinberg) kommissarisch diese Funktion. Bekannt gegeben wurde auch, dass im August ein Dekanatsju­gendzeltlager stattfinden wird. Dia­kon Gerhard Lechner und seine Frau Luise werden mit einem bewährten Team aus dem Dekanatsbezirk die bei den Kindern beliebte Freizeit leiten.
  Das Dekanat Gunzenhausen ist von dem von der Landessynode 2012 be­schlossenen Gesetz zur Regelung des Diensts von Predigerinnen und Predi­gern und der Verabschiedung der soge­nannten „Großen Vereinbarung „durch das Vorhandensein des Hensoltshöher Gemeinschaftsverbands (Landes­kirchliche Gemeinschaft) und der Hensoltshöhe, die bei der Landeskir­che in München die Anerkennung einer Einrichtungsgemeinschaft beantragt hat, betroffen. Das neue Predigergesetz beinhaltet unter anderem klare Kondi­tionen, dass der Dienst der Prediger neben Wortverkündigung und Abendmahlsverwaltung auch die Taufe um­fassen kann, sofern die regionale Ver­einbarung dies aufgrund örtlicher Be­dürfnisse so vorsieht. Die vollzogene Taufe begründet immer die Mitglied­schaft in einer Kirchengemeinde und damit die Mitgliedschaft in der Evan­gelisch- Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB). Die erforderlichen Gespräche mit dem Hensoltshöher Gemein­schaftsverband und der Hensoltshöhe werden von Vertretern des Dekanats­ausschusses sowie Dekan Klaus Men­del und Mitgliedern des Gunzenhäuser Kirchenvorstands um Pfarrer Claus Bergmann geführt.
  Am Ende seiner sehr umfangreichen Ausführungen dankte Mendel allen, die in den Kirchengemeinden haupt­-und ehrenamtlich tätig sind, sowie dem Dekanatsausschuss mit den bei­den Präsidiumsmitgliedern Renate Derr und Gerhard Baumgärtner an der Spitze und beim Pfarrkapitel für die gute und konstruktive Zusam­menarbeit.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 24.03.2014

© Text und Foto: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2012_Dekanatssynode

Dekan Klaus Mendel (links) mit den beiden Präsidiumsmitgliedern im

Dekanatsauschuss Renate Derr und Gerhard Baumgärtner.

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