Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2013.11.16 Dekanatsfrauentag 2013

Lutherhaus
Lutherhaus Gunzenhausen:. Foto: Kuhn

Jeder muss für sich entscheiden

Beim Dekanatsfrauentag ging es darum, wie man mit seinen Sehnsüchten umgeht


 
  GUNZENHAUSEN (ya) - Der De­kanatsfrauentag wurde in Gunzen­hausen erstmals im Jahr 1993 abge­halten und war damals eine sehr gut besuchte Veranstaltung. Dies ist bis heute so geblieben. Beim jüngsten Treffen, dem 20., gab es einführende Worte und ein Segenswort vom Ja­kobsweg, gesprochen von Pfarrerin Sabine Karl, die als Frauenbeauf­tragte im Dekanatsbezirk Gunzen­hausen tätig ist. Sie freute sich ganz besonders über den Besuch von Pfar­rerin Jutta Störch, die schon beim ersten Dekanatsfrauentag dabei war, und extra aus ihrer Heimat, dem Bayerischen Wald, ins Lutherhaus ge­kommen war.

  Das Thema lautete „Der Sehnsucht Raum geben". Als Referentin war Friedegard Kusch aus Stuttgart zu Gast. Sie ist Seelsorgerin, Ökotropho­login und leitet eine Gruppe für thera­peutischen Tanz. Ihr Vortrag war ge­spickt von „Mitmachaktionen", bei denen die Gäste zunächst aufgefor­dert wurden, ihre Körper fit zu ma­chen, indem sie kräftig ihre Hände reiben sollten, bis diese schön warm waren, um sie anschließend an eine Stelle zu legen, wo es ihnen gut tut, wie etwa Bauch oder Herz. Dann ging die Referentin der Frage auf den Grund, was Sehnsüchte eigentlich sind. Jeder kenne sie, und jeder müsse selbst für sich entscheiden, was er aus ihnen macht und wie er damit um­geht. Zum einen sei da die Sehnsucht, die es lohne, entdeckt zu werden. Oft sei mehr möglich, als man zunächst denkt, spüre man erst einmal die Le­bendigkeit und ihre Bewegung, die darin liegt. Kusch riet in ihrem Vor­trag dazu, diese Sehnsüchte irgend­wann einmal auszuleben. Die Zuhörer forderte sie dabei auf, ihre Sehnsüchte einfach für sich selbst aufzuschreiben oder auch einen Dankpsalm niederzu­schreiben.
  Die Kehrseite der Medaille seien die Sehnsüchte, die sich nicht erfüllen lassen. Dabei könne es sich um eine nicht erfüllte Partnerschaft oder Ehe handeln, um einen unerfüllten Kin­derwunsch, die Sehnsucht nach Frie­den, Versöhnung, Heilung oder Ge­sundheit. „Lassen Sie Ihre verlorenen Sehnsüchte zu und lassen Sie sie dann los", riet Kusch. Dies sei wichtiger, als so manche Menschen denken. Auch dazu gab es eine Übung für die Gäste, die dazu aufgefordert wurden, ihre Fäuste zu ballen, festzuhalten an der Sehnsucht und anschließend die Hän­de langsam zu öffnen, um die verlore­nen Sehnsüchte loszulassen. „Suchen sie sich einen Menschen, dem sie ver­trauen, und öffnen sie sich ihm. Das tut Ihnen gut, und Sie kommen besser damit klar, zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die sich nicht ändern oder erfüllen lassen", so Kusch weiter. Und da seien noch die Sehnsüchte, die nur Gott erfüllen kann. Sehnsucht nach ei­ner vertrauensvollen, verlässlichen, dauerhaften Beziehung, die Versöh­nung schaffen kann. „Seien Sie offen für Neues, dafür, was Gott Ihnen schen­ken will, wenn es auch nicht immer das ist, was Sie sich ersehnt haben." Für alle, die sich mit dem Thema Sehnsüchte intensiver befassen möch­ten, hatte Friedegard Kusch abschlie­ßend noch einige Buchtipps mitge­bracht. Lesenswert sei beispielsweise das Buch „Leben mit Gott" von Bridget Foster, „Sehnsucht nach Ver­söhnung" von Beate Weigard oder „Du bist ja da" von Dietmar Pfen­ninghaus.
  Im Anschluss gab es noch verschie­dene Gesprächs- und Tanzgruppen. Darüber hinaus stellte der Eine-Welt-Laden aus Muhr am See seine Waren aus. Wie schon in den Jahren zuvor hatte sich das Team der Dekanatsfrau­en viel Mühe mit der Raumdekoration und dem Kuchenangebot gegeben.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 27.11.2013 

©Text und Foto: Yvonne Arnold

 

Dekanat Gunzenhausen

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

 

Dekanatsfrauentag 2013

Pfarrerin Sabine Karl (links) mit Referentin

Friedegard Kusch. Foto: Arnold

 

 

drucken nach oben