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2013.07.28 Verabschiedung Pfr. Walter Steinlein

2013. Markgrafenkirche Aha
Markgrafenkirche "Zum hl. Kreuz" Foto: privat

Am „absolut richtigen Platz"

Pfarrer Walter Steinlein wurde in den Ruhestand verabschiedet



AHA (tell) - Mit vielen guten Wün­schen, positiven Erinnerungen und kleinen Präsenten nahmen die Kir­chengemeinden Aha, Pflaumfeld und Unterwurmbach Abschied von Pfar­rer Walter Steinlein und seiner Frau Mechthild. Zehn Jahre wirkte der Geistliche in dem Dreierverbund, nun geht er nach insgesamt 40 Jahren im seelsorgerischen Dienst in den Ruhe­stand. Diesen wird das Ehepaar in Veitsbronn im Landkreis Fürth ver­bringen.
„Hier war der absolut richtige letz­te Platz für uns", versicherte Stein­lein den zahlreich zum Abschiedsgot­tesdienst in der Markgrafenkirche in Aha erschienen Gemeindegliedern, Mitarbeitern, Kollegen und Vertre­tern der Öffentlichkeit. Seiner, zu­mindest vorerst letzten Predigt an dieser Stelle, legte er das Gleichnis vom „Schatz im Acker und der kost­baren Perle" zugrunde. Das Himmel­reich bezeichnete er als den größten Schatz, den Gott die Menschen finden lassen möchte. Dabei werde niemand ausgeschlossen, „keiner soll leer aus­gehen". Doch bedeute dies nicht, dass damit alle Aufgaben bewältigt, alle Sorgen vorbei seien. „Aber wir kön­nen den Weg mit Zuversicht und mit Kraft gehen", betonte der Geistliche, der außerdem zurückblickte auf die Ereignisse, die ihm in seinem Leben kostbar geworden sind, die ihn ge­prägt haben: eine behütete Kindheit, Menschen, die immer für ihn da wa­ren, gute Erfahrungen in der Kirchen­gemeinde und im Religionsunterricht sowie seine Familie. Dazu gehörten jedoch auch Fehler, Versäumnisse und nachsichtige Vergebung.
„Ich bin gerne Pfarrer gewesen", erklärte Steinlein und verwies auf die vergangenen zehn Jahre hier im Seen­land, die ganz intensiv gewesen seien. Sein Dank galt allen Wegbegleitern in dieser Zeit, den hauptamtlichen und den ehrenamtlichen. „Mir wurde viel Vertrauen entgegengebracht." Auch Dekan Klaus Mendel warf ei­nen Blick zurück auf die 40 Dienst­jahre des scheidenden Seelsorgers, der seine guten Gaben in der prakti­schen Arbeit in den Gemeinden einge­setzt habe. Die Stationen seines Wir­kens reichen von Passau über Wunsie­del und Cadolzburg bis hin nach Aha, Pflaumfeld und Unterwurmbach. Er selbst habe den stellvertretenden Se­nior in den vergangenen zweieinhalb Jahren als jemanden kennen- und schätzen gelernt, der mit beiden Bei­nen im Leben stehe, fest in den Ge­meinden verankert sei und manchmal auch ein bisschen mit seiner Landes­kirche ringe. „Die Kirche hat sich verändert", er­klärte der Dekan. Zu Beginn von Steinleins Laufbahn habe es bei­spielsweise kein Kinderabendmahl gegeben und keine Frauen, die ordi­niert wurden. „Sie haben durchgehal­ten", dankte er dem 65-Jährigen und sicherte ihm zu: „Wir werden Sie in bester Erinnerung behalten." In sei­nen Dank schloss Mendel auch Mecht­hild Steinlein mit ein, die vielfach im Stillen gewirkt habe. Dem Gunzen­häuser Dekan war es vorbehalten, die offizielle Entpflichtung Steinleins von den Diensten als Pfarrer vorzu­nehmen. Außerdem nutzte er die Ge­legenheit, den Gemeindegliedern Pfarrer Karl-Heinz Brendel aus Muhr am See vorzustellen, der vorüberge­hend die Pfarramtsführung übernom­men hat.
Abschiednehmen ist nach den Wor­ten von Landratsstellvertreter Robert Westphal eine gute Gelegenheit, Bi­lanz zu ziehen, zurückzuschauen auf den Weg, den man gegangen ist. „Ich bin mir sicher, dass Sie hier viele Spu­ren hinterlassen haben." Ebenfalls lo­bende und dankende Worte fand 2. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, der auch im Namen der Ortsvereine und der Ortssprecher der drei Gemeinden sprach. Stets habe Steinlein engagiert und sehr einfühlsam gewirkt, sei je­doch nie ein Pfarrer der lauten und schrillen Töne gewesen. Besonders hob Fitz den Einsatz des Geistlichen für die Jugend hervor. Auf die gute ökumenische Zusammenarbeit ver­wies der katholische Stadtpfarrer Christian Konecny: „Die Ökumene liegt Ihnen sehr am Herzen, das war immer spürbar." Mit Humor, einer Prise Nachdenk­lichkeit und auch Wehmut nahmen die Vertreter der Kirchengemeinden Abschied vom Ehepaar Steinlein, das vor zehn Jahren hier begonnen habe, eine neue Gemeinde zu bauen, so Wil­helm Ortner, der Unterwurmbacher Vertrauensmann. Die virtuellen Mau­ern um die Gemeinden herum hätten sie allerdings nicht mehr bauen müs­sen, die seien schon da gewesen. In den vergangenen zehn Jahren seien viele dieser Steine herausgebrochen, und es wurden viele Baustellen aufge­macht, die nun letztlich im Neubau der Unterwurmbacher Kindertages­stätte gipfelten. Daher habe sich Steinlein den Titel „Baupfarrer" red­lich verdient.
Schmerzlich im Unterwurmbacher Kirchenchor vermisst werde sicher­lich Mechthild Steinlein, die außer­dem in Aha den liturgischen Chor ge­gründet hat, wie Andrea Edel, die Vertrauensfrau der Kirchengemeinde Aha, in ihren Abschiedsworten an­führte. Auch bei der Organisation des Weltgebetstags sei sie nicht wegzu­denken. Die Vertrauensfrau sprach Pfarrer Steinlein ihren Dank für die vielen schönen Gottesdienste aus, die allesamt eine sehr persönliche Note enthielten. Trotz aller Bürokratie habe er nie vergessen, ein Seelsorger zu sein und stets ein offenes Ohr für die Belange der Gemeindeglieder ge­habt.
Für die Pflaumfelder trat Vertrau­ensmann Gerhard Föttinger ans Red­nerpult und erinnerte an die erste Be­gegnung mit dem Ehepaar Steinlein. Die letzten zehn Jahre seien sehr ar­beitsreich in den drei Gemeinden ge­wesen, „doch es waren zehn schöne Jahre mit Ihnen beiden." Liebenswür­digkeit und Bescheidenheit, diese bei­den Eigenschaften sprach er dem Seelsorger zu, der stets da gewesen sei, wenn er gebraucht wurde.
Neben kleinen Präsenten aus der je­weiligen Kirchengemeinde gab es von allen dreien zusammen einen Reise­gutschein, den Pfarrer Steinlein und seine Frau im Ruhestand sicher gut verwenden können, haben sie doch angekündigt, künftig öfter mit dem Wohnmobil unterwegs sein zu wollen. Ein schwungvolles Lied, gute Wün­sche und weitere Geschenke gaben die Pfarrerkollegen dem scheidenden Geistlichen mit in den Ruhestand, und die beiden Leiterinnen des Unterwurm­bacher Kindergartens, Evi Deuter und Marion Gutmann schlossen auch im Namen ihrer Kolleginnen aus Aha den Reigen der Grußwortredner ab.
Bevor es zum gemütlichen Teil im und um das Dorfgemeinschaftshaus überging, hatten die Kinder der bei­den Kindergärten und des Kindergot­tesdiensts samt den Mitarbeitern ih­ren Auftritt vor der Kirche. Mit zwei Liedern trugen sie ihren Teil zum Ge­lingen der Abschiedsfeier bei, genau­so wie der Kirchenchor Unterwurm­bach und die Posaunenchöre der drei Gemeinden

 

Text und Foto:© Tina Ellinger, Altmühl-Bote Gunzenhausen

Quelle. Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 03.08.2013

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2013. Verabsch. Steinlein, Aha

Dekan Klaus Mendel entpflichtete Pfarrer Walter Steinlein nach 40 Dienstjahren

von seinen Aufgaben.

 

2013. Verabsch. Steinlein, Aha

Abschied von drei Kirchengemeinden: Die Vertrauensleute Andrea Edel (Aha),

Wilhelm Ortner (Unterwurmbach) und Gerhard Föttinger (Pflaumfeld,rechts)

bedankten sich bei Mechthild und Walter Steinlein für die vergangenen

Jahrzehnte.

 

2013. Verab. Steinlein, Aha

Gut beschirmt geht es für den scheidenden Geistlichen in den Ruhestand - die

Kinder und Mitarbeiterinnen der Kindergärten Aha und Unterwurmbach hatten

eigens ein Lied und ein Präsent vorbereitet.

 

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