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2013.05.04. Konzert des Windsbacher Knabenchores

2013-Windsbacher-Stadtkirche
Pfarrer Caus Bergmann (links) begrüßt im Beisein von Lions-Präsident Klaus Seeger die Windsbacher. Foto: Kuhn

Mit Disziplin, Hingabe und Freude an der Musik

 

Windsbacher Knabenchor sorgte für brechend volle Stadtkirche -Geistlicher Gesang auf höchstem Niveau


GUNZENHAUSEN (ug) - Ergrif­fenheit ist sicher ein passender Aus­druck, um die Atmosphäre in der bre­chend vollen evangelischen Stadtkir­che St. Marien zu verdeutlichen. Fas­zinierende Stimmen, geistliche Musik auf höchstem Niveau und ein absolut begeistertes Publikum - das Gastspiel des Windsbacher Knabenchors in Ko­operation mit dem 40-jährigen Beste­hen des örtlichen Lions Clubs avan­cierte zum erwartet großen Erfolg.
Der Vorsitzende der Gunzenhäuser Lions, Klaus Seeger, hatte den renom­mierten Chor in die Altmühlstadt ge­holt. Kein Wunder, dass er sich beson­ders über das Gelingen freute. Immer­hin standen an diesem Abend mehrere Parallelveranstaltungen zur Disposi­tion. Allerdings stellten die „Kastel­ruther Spatzen" und selbst eine Thea­teraufführung in der Stadthalle wohl keine ernsthafte Konkurrenz dar. Die Windsbacher genießen einen hervor­ragenden Ruf, nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Engagements weltweit. So gastierte der famose fränkische Chor unter anderem bereits in Japan, Nord und Südamerika, Australien, Taiwan, Israel, Singapur und in der Volksrepu­blik China. Zuletzt stand die Truppe von Dirigent Martin Lehmann in Spa­nien auf der Bühne, wie Seeger einlei­tend mitteilte.
Bei ihren Auftritten geben sich die jungen Männer und Knaben des Chors oberflächlich betrachtet in einer sehr entspannten Weise. Wie andere Ju­gendliche albern sie herum, legen Wert auf ihr „Outfit", sind auch eines lo­ckeren Spruchs nicht verlegen und re­den beispielsweise über Fußball. Im hinteren Teil der Kirche ist auf einer Staffelei das Motto oder die kollektive Ausrichtung während des Lebensab­schnitts im Knabenchor nachzulesen: „Unser Repertoire umfasst Bach, Mo­zart und Brahms. Genauso wie Pytha­goras, Knigge und Ronaldinho". Alles klar, die Windsbacher sind trotz ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten Bur­schen von dieser Welt.
Beim Singen hingegen ist Disziplin gefragt. Bewundernswert, mit wel­cher Hingabe und erkennbaren Freu­de die passionierten Sänger ans Werk gehen. Unter ihnen befinden sich auch drei „Lokalmatadore". Die Gunzenhäuser Marcel Volz und Till Biederbeck sowie Yannick Hofmann aus Büchelberg bereichern das En­semble. Das Konzertprogramm ist breit gefächert und spiegelt die enor­men technischen Fähigkeiten des Chors wider. Die Akteure setzen die dynamischen Vorgaben des Dirigen­ten sehr effektvoll um. Differenziert, bisweilen mit einer angemessenen Innigkeit versehen oder getragen von satter Klangfülle - die vielfältigen Herausforderungen meistert der Chor mit Bravour.
Das Repertoire erstreckt sich von mehrstimmigen Motetten Felix Men­delssohn- Bartholdys über Johann Se­bastian Bach, Helmut Duffe, Johann Hermann Schein, Alessandro Scarlat­ti, Javier Busto und Gustav Gunsen­heimer bis hin zu Kompositionen Jo­hann Stadens. In heiklen Passagen macht sich die enorme Flexibilität des Chors bemerkbar. Scheinbar leicht klingen die Schlussakkorde aus, die Protagonisten agieren stets präsent und verlieren zu keiner Zeit an Präzi­sion. Darüber hinaus bestechen die „Knaben" mit optimaler Nuancie­rung, Textverständlichkeit und dem deutlich erkennbaren Spaß beim Sin­gen. Der Titel des A-cappella-Kon­zerts verpflichtet eben: „Jauchzet dem Herrn, alle Welt".
Dies sah auch Pfarrer Claus Berg­mann nicht anders. In seiner Begrü­ßungsrede hatte er noch die Hoffnung geäußert, dass der Abend mit geistli­cher Musik „zu Herzen" gehen möge. Sein frommer Wunsch ging in Erfül­lung. Bergmann bedankte sich ferner bei Klaus Seeger und den Mitgliedern des Lions Clubs für das stets gedeih­liche Zusammenwirken.
Auch Kirchenmusikdirektor Bern­hard Krikkay hatte mit wohl gewähl­ten Orgelwerken von Johann Sebasti­an Bach, Sigfrid Karg-Ehlert und Fe­lix Mendelssohn-Bartholdy dem Kon­zerterlebnis eine ganz besondere Note verliehen. Angetan von der „wunder­baren Stimmung" und dem reibungs­losen Miteinander war nicht zuletzt Chorleiter Lehmann. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Windsbacher wohl nicht zum letzten Mal in Gun­zenhausen aufgetreten sind.

 

Quelle: Altmühl-Bote, Ausgabe 08.05.2013

Text: © Ulli Gruber

Foto: © Horst Kuhn

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2013-Windsbacher,Stadtkirche Gunzenhausen

Vor dem im Hintergrund beleuchteten Chorraum gab der Chor sein Konzert.

 

2013-Windsbacher-Stadtkirche

Über 50 Sänger um Chorleiter Martin Lehmann (links) sangen zur

Ehre und zum Lobpreis Gottes.

 

2013-Windsbacher Stadtkirche

Freuten sich an den gradiosen Konzerterlebnis: Lions-Präsident Klaus Seeger, Chorleiter Martin Lehmann, KMD Bernhard Krikkay und

Pfarrer Claus Bergmann.

 

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