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2013.20.02. Blechbläserensemble "Classic Brass" zu Gast in Oberasbach

2012. Oberasb.- Posaunen
Mit Musik aus der Barockzeit begeisterte das Blechbläserensemble „Classic Brass“ das Publikum in der St. Wolfgang-Kirche. Foto: Kuhn

Weit mehr als nur den Marsch geblasen

Blechbläserensemble „Classic Brass" begeisterte Zuhörer in Oberasbach mit Musik aus dem Barock

 

 


OBERASBACH (hk) - Seine musi­kalische Visitenkarte gab das Blech­bläserensemble „Classic Brass" er­neut in Oberasbach ab. Mit einem „Concerto Maestoso" eroberten die fünf Musiker in der St. Wolfgangs-Kirche die Herzen der Zuhörer.
Der Leiter des Ensemble, Jürgen Gröblehner, ist in der Region kein Unbekannter. Der gebürtige Dresd­ner gastierte bereits 2000 anlässlich des 75-jährigen Gründungsjubiläums des Oberasbacher Chors mit einer Münchner Blechbläsergruppe in der Stadthalle und war bereits im ver­gangenen Mai mit dem von ihm im Herbst 2009 gegründeten Ensemble „Classic Brass" in Oberasbach zu Gast. Die Mitglieder stammen aus Deutschland, der Ukraine und Un­garn und studieren teilweise an der Münchner Musikhochschule.
Auf dem Programmblatt standen musikalische Werke aus der Barock­zeit. Jürgen Gröblehner, Péter Mil­lich (Trompete), Artem Zagrebelniy (Horn), Szabolcs Szücs (Posaune) und Roland Krem (Tuba) präsentier­ten zunächst mit viel Schwung den „Earl of Oxford's March". Das Werk des englischen Komponisten William Byrd zählt zu den Klassikern sym­phonischer Blasmusik. In der Folge erklang aus der „Feuerwerksmusik" von Georg Friedrich Händel die „Suite 2" mit der feierlichen Ouver­türe, dem rhythmischen „Siciliana" und dem „The Rejoicing" im zacki­gem Reitermarschrhythmus.
Im krassen Gegensatz dazu stand die von Henry Purcell anlässlich der Beerdigung der englischen Queen Mary II im Jahr 1695 komponierte Trauermusik. Dumpfer Trommelwir­bel begleitete dabei die beiden Stü­cke „Funeral March" und die dazu gehörende „Canzona". Ein Anliegen von Jürgen Gröblehner, ein beken­nender Christ, ist es, das klassische Stück „Jesus bleibet meine Freude" aus der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben" von Johann Se­bastian Bach in den Programmab­lauf einzubinden. Vor der Pause er­klang schließlich noch die Sonata „Saint Mark" des italienischen Kom­ponisten Tomaso Albinoni, begin­nend mit einem langsamen beruhi­genden Teil bis hin zu einem munte­ren „Allegro", bei dem die Instru­mentalisten alle Register ihres musi­kalischen Könnens zogen.
Der „Einzug der Königin von Saba" aus Händels Oratorium „Salomo", das am 17. März 1749 in London uraufge­führt wurde, bildete den Auftakt zum zweiten Teil des Konzerts. Nach den drei historischen „Renaissance Dance" des englischen Komponisten Giles Farbnaby widmete sich das Blechbläserensemble nochmals Georg Friedrich Händel und brachten mit den „Goldschmied-Variationen" eines seiner bekanntesten Klavierwerke zu Gehör. Bis an die Grenzen der musika­lischen Virtuosität gingen die Bläser mit dem „Alleluja" aus „Exultate ju­bilate" von Wolfgang Amadeus Mo­zart und der von Edvard Grieg Kom­position „In der Halle des Bergkö­nigs", das achte Orchesterstück seiner Schauspielmusik zu Peer Gynt. Das einfach komponierte Stück ist für Blechblasorchester schwierig zu spie­len.
Am Ende des offiziellen Pro­grammteils erntete „Classic Brass" viel Beifall. Die Instrumentalisten gaben dem Publikum den „Säbeltanz" des sowjetisch-armenischen Komponisten Aram Chatschaturjan und das deutsche Volkslied „Kein schöner Land", bei dem die Zuhörer zum Mitsingen eingeladen wurden, als Zugaben mit auf den Heimweg. Horst Kuhn

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 23. Februar 2013

© Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

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