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2012. 12. 16. Weihnachtskonzert in der Stadtkirche

2012. Gun-Konzert Kantorei
Vor dem Kreuzaltar der Stadtkirche hatten die Kantorei und das Ansbacher Kammerorchester Aufstellung genommen: Fotos Kuhn

Gewaltige Aufgabe gemeistert


Evangelische Kantorei intonierte den Weihnachtsteil aus dem „Messias"


GUNZENHAUSEN (hk) - Eine gewaltige Aufgabe hatte sich Kir­chenmusikdirektor Bernhard Krik­kay mit der Aufführung des eng­lischsprachigen Weihnachtsteils aus „Der Messias" vorgenommen und - wie sich beim Weihnachtskonzert der evangelischen Kantorei in der Stadtkirche zeigte - mit Bravour ge­meistert.

Eingeleitet wurde das Konzert im gut besuchten Gotteshaus mit der Motette für einen sechsstimmigen Chor „Machet die Tore weit" von Andreas Hammerschmidt. Das fest­liche Stück ist ein Klassiker in der Chorliteratur und erfreut sich bei Advents- und Weihnachtskonzerten großer Beliebtheit. Zum Psalm 150, der zum Lobe Gottes auffordert, er­klommen die Gesangssolisten Chris­tine Oswald, Luitgard Hamberger, Hermann Oswald und Thomas Ham­berger die Orgelempore, um gemein­sam mit Kantor KMD Krikkay das Stück zu intonieren, bei dem die Or­gel den ursprünglichen Orchester­part übernahm.
Brillante Fanfarenfarben erklan­gen aus den Barocktrompeten von Johannes Stürmer und Ernst Beren­des zum „Concert für zwei Trompe­ten und Streicher" von Antonio Vi­valdi, einem der größten italieni­schen Komponisten. Dem einleiten­den schnellen „Allegro" folgte im Mittelteil ein breit gespieltes „Lar­go" und endete in einem raschen, munteren, heiter gespielten „Alleg­ro". In virtuoser Form vereinten sich bei diesem Vortragsstück die beiden Trompetensolisten mit dem Ansba­cher Kammerorchester zu einer Ein­heit.
Höhepunkt war der Weihnachsteil aus „Der Messias", HWV 56, ein Oratorium von Georg Friedrich Hän­del. Es basiert auf einer englisch­sprachigen Zusammenstellung von Carl Jennes für Soli, Chor und Or­chester. Zum besseren Verständnis der einzelnen Musikpassagen wurde dem Programmheft eine deutsche Übersetzung beigelegt. Den Orches­terpart übernahm in der Stadtkirche das Ansbacher Streichorchester, das eine großartige Leistung bot. Als In­strumentalsolisten waren Johannes Stürmer, Ernst Berendes (beide Trompeten), Dominik Liebel (Pau­ken), Fabian Engelhardt (Oboe 1), Beatrix Köhle (Oboe 2), Sonja Seng­piel (Fagott), Kirchenmusikdirektor a. D. Alexander Serr (Kleine Orgel) und Stefan Hofmann (Cembalobe­gleitung) zu hören. Die Kantorei mit ihren über 40 Sängerinnen und Sängern bot in den Chorbeiträgen eine beachtliche Leistung, welche hohe Anerkennung verdient. Man spürte förmlich die Begeisterung des Chors in dem Zu­sammenspiel mit Dirigent Krikkay, ein Endergebnis vieler Probenstun­den und einer intensiven Probenar­beit.
Besondere Anerkennung gilt den Solisten des Singensembles „H202" um Christine Oswald (Sopran), Luit­gard Hamberger (Alt), Hermann Os­wald (Tenor) und Thomas Hamberger (Bass) aus Rosenheim und Umge­bung. Mit diesem Ensemble hat KMD Krikkay, der während seiner Zeit als Dekanatskantor an der Er­löserkirche in Rosenheim und im De­kanatsbezirk Rosenheim zahlreiche Großkonzerte zur Aufführung brach­te, einen Glücksgriff gemacht. Sop­ranistin Oswald gefiel durch ihre schöne, klare und volle Stimme, Alt­sängerin Luitgard Hamberger be­herrschte ihr Repertoire an tiefen und hohen Tönen, Tenorsänger Her­mann Oswald wusste mit seiner wohltuenden Stimme zu überzeugen und Basssänger Thomas Hamberger zog mit wohltönender und ergreifen­der Stimme die Zuhörer in seinen Bann.
Kompliment und Wertschätzung sind zudem KMD Bernhard Krikkay zu zollen, dem die Freude am Diri­gieren und der Leitung von Orches­ter und Chor im Konzertverlauf deutlich anzusehen war. Seine Fein­fühligkeit und sein Temperament übertrugen sich auf das Gesamten­semble. Nach einer kurzen Stille im Gotteshaus brandete von den Kon­zertbesuchern ein lang anhaltender Beifall als Dank und Würdigung für die erbrachte Leistung auf. Mit dem weltbekannten „Halleluja", zu dem KMD Krikkay aufforderte, endete ein Konzert, das bei den Zuhörern sicherlich noch lange nachwirken wird.

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 19. Dezember 2012

© Horst Kuhn

Horst Kuhn Öffentlichkeitsreferent

 

 

Gun-Konzert 2

 

KMD Krikkay (links) mit den Solisten Hermann Oswald, Christine Oswald,

Luitgard Hamberger und Thomas Hamberger. Foto: Kuhn

 

 

 

Gun-Konzert 1

 

Blick von der Orgelempore

 

 

Gun-Konzert 5

 

Die beiden Trompeter Johannes Stürmer und Ernst Berendes

beeindruckten als Solisten im "Concert für zwei Trompeten und Streicher"

 

Gun-Konzert 6

 

Volle Konzentration: KMD Bernhard Krikkay

 

 

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