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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2012.07.31. Präpi-Camp auf der Wasserkuppe

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Die Wasserkuppe in der Rhön war heuer das Ziel des "Präpi-Camps" der Jugend aus einigen Gemeinden des Dekanats. Foto: mk

Präparanden aus dem Dekanat waren auf der Wasserkuppe

 

 


GUNZENHAUSEN (mk) - Groß war die Begeisterung und Freude im Mitarbeiterteam, als die beiden gro­ßen Versammlungszelte für das „Präpi-Camp" schnell und ohne Kom­plikationen aufgebaut und sogar schon mit Tischen, Bänken, Lautspre­cheranlage und Licht ausgerüstet wa­ren. Beim Abendgebet kam der Ein­druck auf, das müsste ja auch so sein. Aber die Wasserkuppe in der Rhön hat natürlich noch ein paar Register in der Hinterhand: Am nächsten Morgen verhüllten Nebelschwaden den kräfti­gen Regen und das Zirkuszelt sah recht ramponiert aus. Offensichtlich hatte der Wind nachts die Heringe aus dem Boden gezogen und teilweise die Seiten in sich zusammenfallen lassen. Regine Ortner, die erfahrenste im Auf­bauteam, und alle anderen stellten sich Wind und Regen, verankerten al­les neu und bald sah der ganze Aufbau wieder verheißungsvoll aus.
Durchweicht, aber dankbar ging es an die übrigen Aufgaben: Die ehema­lige Segelfliegerschule auf der Was­serkuppe sollte gut vorbereitet sein, wenn am Abend die 120 Präparanden mit den restlichen 30 Mitarbeitern und zwei Gästen aus Malaysia an­kommen würden. Fleißig und moti­viert nahm das Aufbauteam um De­kanatsjugendleiterin Judith Grosser alle anstehenden Arbeiten und Auf­gaben in Angriff. Judith Grosser trug erstmals die Verantwortung für das Präpi-Camp und verstand es präch­tig, ihr Team zu motivieren - allein durch ihre Dankbarkeit. Jedoch: Ne­bel, Regen, Wolken und Wind ließen nicht nach und so den Entschluss rei­fen, für die anstehenden großen Ver­sammlungen die Zelte durch den Saal der Freizeitanlage zu ersetzen. Ein guter Entschluss, wie sich heraus­stellte. Denn die Teilnehmer erlebten den Winter im Sommer - wie es die malaysischen Gäste ausdrückten: Re­gen, Nebel und Temperaturen um die zehn Grad wollten nicht weichen. Gott sei Dank aber wich die gute Stimmung nicht.
Und dann kamen die Busse mit den Präparanden aus 15 Kirchenge­meinden des Gunzenhäuser Deka­nats, und es ging los. Alles war im Prinzip gut durchdacht. Allein der Pfarrer von Gräfensteinberg kam bei der ihm übertragenen Aufgabe der Zimmerverteilung an die Jungs mit­telmäßig ins Schwitzen, weil er doch etwas den Überblick über Zimmer­nummern, den jeweils zuständigen Zimmerbetreuer und den Lageplan verlor. Besonders misslich war, dass er Belegungszahl und Zimmernum­mer vermischte. Aber auch diese Hürde konnte schließlich mit einem leichten Schmunzeln gemeistert wer­den. Und es stand einem guten Be­ginn nichts mehr im Weg.
Arbeitsgruppen, Workshops, An­dachten, Gottesdienst, bunter Abend - immer wurde gewechselt zwischen großer Gruppe und kleinen Mann­schaften.
Immer waren ein paar Mit­arbeiter und eine überschaubare An­zahl von Jugendlichen miteinander unterwegs - und allmählich verban­den sich die einzelnen Fäden zu ei­nem Netz, einem spürbaren Netz. In dessen Mitte Gott war Jesus Chris­tus. Nicht sichtbar, wie das im Glau­ben eben so ist, aber spürbar.
Bemerkenswert war die Arbeits­weise während dieser Tage. Sehr kurze Impulse in der großen Runde führten zu den Themen hin. Dann verteilten sich die Gruppen auf 15 kleinere Räume. Im Gespräch, mit Anspielen und auf Arbeitsblättern wurde behandelt und beredet, wor­um es ging: Gottesbilder, die Zehn Gebote, Jesus Christus. Die Pfarrer hatten mit vorbereitet, standen nun aber im Hintergrund. Was zu sagen war, wurde von denen gesagt, die die Sprache der Präparanden sprechen, weil sie selbst nicht viel älter sind. Ein roter Faden durch Themen und Tage waren die Andachten von De­kanatsjugendpfarrer Ekkehard Mal­cher, die er zusammen mit der De­kanatsband „Herrschaftszeiten" ge­staltet hatte. Die einzelnen Gruppen waren im­mer bunt gemischt. Kinder aus ver­schiedenen Kirchengemeinden be­gegneten sich. Sie kannten sich oft­mals schon durch die Schulen, manchmal aber trafen sie sich hier zum ersten Mal. Und wenn manche von ihnen später im Landkreis blei­ben, trägt das „Präpi-Camp" auch da zu einer Verknüpfung für die Zu­kunft bei. Diese Verknüpfung trägt schon Früchte im Mitarbeiterteam. Hier sind Jugendliche und jung Ge­bliebene aus eben den 15 Kirchenge­meinden beieinander und arbeiten Hand in Hand. Dass diese Erfahrun­gen mit dem Ende des Camps nicht vorbei sind, versteht sich von selbst. Und daraus wird die Dekanatsju­gend: „Miteinander unterwegs sein im Vertrauen auf Gott und erleben: Wir sind nicht allein!"

Quelle: Altmühl-Bote, Ausgabe 31.07.2012

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

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