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2012.06.25. Klangvolle Somerabende 2012

Gun-Klangvolle Sommerabende
Foto: Ulli Gruber

„Zauberschrank" hat Zuwachs bekommen.

 

„Franken ist wie ein Zauberschrank", konstatierte vor 180 Jahren der Schriftsteller Karl Immermann schwärmerisch. Er meinte damit die Vielfalt und „jungfräulichen Reize" von Landschaft, Architektur und Brauchtum. So viel hat sich daran nicht geändert. Im Gegenteil: Es ist Neues hinzugekommen, unter anderem der populäre Konzertreigen „Klangvolle Sommerabende im Fränkischen Seenland". Auch heuer hat der frühere Kirchenmusikdirektor Alexander Serr eine bunte Mixtur vom Barock zur Romantik bis hin zu Swing und Jazz ausgewählt.

 

Die „Klangvollen Sommerabende" öffnen einige Schubläden des Zauberschranks, bieten „klassische Musik" im allgemeinen Sinn in dazu passender Atmosphäre. Alte Kirchen dienen als ideales Podium, zu entdecken sind auch bisher noch weitgehend verborgene Ecken und Winkel, etwa die mit einzigartigen Fresken im Jugendstil ausgestattete Kirche St. Bartholomäus in Gundelsheim. Eine virtuose Verbindung von Blockflöte, Trompete und Orgel wird im ersten Konzert am Sonntag, 8. Juli, die Zuhörer begeistern. Justus Willberg (Leiter der Musikschule Weißenburg), Hagen Pätzold aus Nürnberg und Alexander Serr servieren in teilweise sehr ungewöhnlicher Kombination Werke von Vivaldi und Torelli.
Weiter geht es am Sonntag, 15. Juli, in der geschichtsträchtigen Walder Markgrafenkirche St. Martin und Aegidius. Als krönender Abschluss des an diesem Tag in Wald stattfindenden Ereignisses „Höfisches Leben beim Wilden Markgrafen" stellt das Chorkonzert des Ensembles „Vocanta" sicher einen besonderen Programmpunkt im Rahmen der „Klangvollen Sommerabende" dar. Zu genießen sind Werke von Bach, Brahms, Cornelius und anderen Komponisten. Beim obligatorischen Imbiss danach stehen Fachsimpelei und persönliche Kontakte im Vordergrund. Mit dabei sind wohl auch die Ausführenden, welche unter Umständen sogar eine Zugabe im Freien kredenzen. Auch das abschließende spektakuläre Höhenfeuerwerk sollten sich die Konzertbesucher nicht entgehen lassen.
Am Sonntag, 22. Juli, fasziniert das Gotteshaus St. Sixtus in Laubenzedel nicht nur mit gotischer Architektur und der Ausstattung eines „barocken Theatersaals". Im Mittelpunkt steht darüber hinaus ein beeindruckendes Konzerterlebnis mit eher „nichtkirchlicher Kammermusik". Wie Alexander Serr informierte, wandeln das Streichquartett der Nürnberger Symphoniker und Ludwig Frank am Klavier „Auf romantischen Pfaden". Dabei werden Kompositionen von Dvorák und Schubert (unter anderem das Forellenquintett) zu hören sein.
Die in exponierter Lage auf einem Hügel über dem Ort gelegene katholische Basilika „Unsere Liebe Frau" in Großlellenfeld dient am Sonntag, 29. Juli, als vorletzte Station der Konzert­reihe. Das Gastspiel der Weißenburger Vokalisten dokumentiert den ökumenischen Charakter sowie ein unkonventionelles Miteinander der Konfessionen bei den „Klangvollen Sommerabenden". Mit Werken von Schütz, Mendelssohn und Rheinberger werden die Wülzburger ihr Publikum auch wegen der hervorragenden Akustik begeistern. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Renaissance, fränkischer Volksmusik und Swing bietet das Bläserensemble „Blechquadrat" am Sonntag, 5. August, zum Abschluss der „Klangvollen Sommerabende" in der Kalbensteinberger Rieterkirche. Alle Konzerte beginnen um 19.30 Uhr.
Kein Wunder, dass bei der Vorstellung des Programms im Konferenzraum der Sparkasse allgemeine Zufriedenheit herrschte. Serrs Dank richtete sich insbesondere an die Sponsoren, ohne deren Engagement eine Durchführung der „Klangvollen Sommerabende" nicht möglich wäre. Seit langen Jahren unterstützen die Sparkasse und der Fremdenverkehrsverein Gunzenhausen das bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebte Projekt in großzügiger Weise. Die beiden Direktoren Burkhard Druschel und Jürgen Pfeffer als Vertreter des Geldinstituts und Roland Zwack als Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins sagten auch künftig ihre Unterstützung zu. Dekan Klaus Mendel und der im nächsten Sommer für die Programm­auswahl verantwortliche Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay nahmen die Botschaft mit Wohlwollen zur Kenntnis.

 

Quelle: Altmühl-Bote, 25.06.2011

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

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