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Diakoniepräsident Bammessel: Finanzielle Hilfe für Menschen in Armut immer wichtiger

Diakonisches Werk Diakonie

Die von der bayerischen Landeskirche finanzierte „Soforthilfe Corona für Menschen in besonderen Armutslagen" wird immer wichtiger, so Diakoniepräsident Michael Bammessel vor dem Landeskirchenrat. „Es kommen jetzt immer häufiger Menschen in unsere Beratungsstellen, die vorher nicht gekommen sind. Etwa Selbstständige, deren Einkünfte weggebrochen sind. Oder eine alleinerziehende Mutter, die auf den Unterhalt durch den Vater des Kindes angewiesen ist. Doch der ist in Kurzarbeit und zahlt weniger Unterhalt". Auch viele ältere Menschen hätten bisher ihre schmale Rente mit kleinen Zusatz-Jobs aufgebessert, aber diese Jobs seien in der Corona-Krise weggefallen, oder sie hätten sie als Angehörige einer Risikogruppe nicht mehr ausüben dürfen. Auch konnten viele Familien an der „Online-Schule" nicht teilhaben, da die technischen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Auch wenn PC und Drucker vorhanden waren, stiegen die Ausgaben für die Schule: So mussten teure Druckerpatronen gekauft werden um die Hausaufgaben auszudrucken.

 

In solchen Fällen können die diakonischen Bezirksstellen der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) mit finanzieller Unterstützung helfen, in der Regel mit Beträgen zwischen 50 und 150 Euro, so Bammessel. Möglich ist diese finanzielle Unterstützung durch 250.000 Euro, die die Landeskirche im Rahmen ihrer Corona-Hilfen für die „Existenzsicherung für Menschen in prekären Lebenssituationen" der Diakonie zur Verfügung gestellt hat. Darüber hinaus sind für diesen Zweck schon über 50.000 Euro an Spenden eingegangen.

 

Ein großes Lob sprach Bammessel den - meist weiblichen - Beraterinnen in den Beratungsstellen aus. Sie hätten auch während des Corona-Lockdowns weitergearbeitet und ständig neue Lösungen für die Beratungsarbeit mit Hilfebedürftigen entwickelt. Essensausgaben, Telefonberatung, Gutscheinsysteme, Nachbarschaftshilfen wurden umorganisiert. Wo ältere ehrenamtliche Mitarbeitende nicht zur Verfügung standen, seien junge Menschen und Migranten eingesprungen, so Bammessel.

 

München, 26. Juni 2020

Johannes Minkus, Pressesprecher

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