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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2020.01.30 Cornelia Blendinger neue Synodalin

Stadtkirche Gunzenhausen
Foto: Horst Kuhn

„Das wird bestimmt spannend“

Die Gunzenhäuserin CORNELIA BLENDINGER wurde jüngst in die Landessynode der Evangelischen Kirche gewählt.

VON TINA ELLINGER GUNZENHAUSEN. Sich für und in der Kirche zu engagieren, liegt ihr wohl einfach im Blut: Als Pfarrerstochter in Meinheim aufgewachsen, sitzt Cornelia Blendinger nun schon in der zweiten Periode im Kirchenvorstand in Aha und wurde jüngst in die Landessynode gewählt. Damit ist sie eine von 89 gewählten Mitgliedern des aus 108 Personen bestehenden „Kirchenparlaments“.

„Das wird bestimmt spannend“, freut sich die 37-Jährige auf ihre neuen Aufgaben und die erste Einführung in dieses Ehrenamt, die am 7. und 8. Februar in Tutzing stattfindet. Ganz überraschend kam die Anfrage, bei der Synodenwahl anzutreten, nicht für die Diplom-Sozialpädagogin.

Als sie im Herbst 2018 in den Kirchenvorstand in Aha – dort wohnt sie seit über zehn Jahren zusammen mit ihrem Mann und den zwei Söhnen – gewählt wurde, trug man ihr auch die Teilnahme an der Dekanatssynode an. Prompt wurde sie in der ersten Sitzung für das Präsidium vorgeschlagen – und gewählt. „Das war eine echte Ehre für mich“, erzählt sie.

Und weil sie sich gerne sinnvoll einbringen möchte und das Gefühl hatte, neben ihrem Beruf als Fachberaterin des Evangelischen Kita-Verbands Bayern noch ein bisschen Luft zu haben, ließ sie sich auch für die Wahl zur Landessynode aufstellen. Mit großem Erfolg, wie sich herausstellen sollte. Ein Grund für ihr gutes Abschneiden sei sicherlich ihre Arbeit in den Kindertageseinrichtungen im Donau-Ries, Gunzenhausen, Heidenheim und Wassertrüdingen. „Viele Kirchenvorstände kannten mich schon“, meint sie und erinnert sich auch an die Vorstellungsrunde aller Bewerber auf dem Hesselberg: „Das ist ganz gut Blendinger Corneliagelaufen.“ Ihre fünf Minuten Redezeit nutzte sie unter anderem dazu, ihre Ziele zu formulieren und darauf aufmerksam zu machen, dass ein solches Gremium alle Menschen erreichen sollte. Daher sollten auch die Mitglieder nicht, wie bisher, überwiegend „männlich und 50 plus“ sein, vielmehr gehe es um eine bunte Mischung.

Nun also geht es für Cornelia Blendinger über die Gunzenhäuser Dekanatsgrenzen hinaus. Um sich ein genaueres Bild von der Arbeit als Synodalin machen zu können, traf sie sich mit Gerhard Baumgärtner aus Pflaumfeld.

„Unser Raum ist bekannt“

Er vertrat das Dekanat Gunzenhausen 18 Jahre lang, „und hat das mit viel Herzblut gemacht. Hier kann man gut weitermachen, unser Raum ist bekannt“, lobt Blendinger ihren Vorgänger, der ihr so manche Tipps für den Einstieg gegeben hat.

Immerhin trägt sie als Teil der Landessynode nun Leitungsverantwortung. Zu den Aufgaben des sogenannten Kirchenparlaments gehören unter anderem die Verabschiedung des jährlichen Haushaltsgesetzes und Haushaltsplans sowie des dazugehörigen Stellenplans.

Auch die Wahl eines neuen Landesbischofs oder einer Landesbischöfin gehört dazu. An die Landessynode kann sich zudem jedes Kirchenmitglied mit seinen Anregungen, Gesuchen und Beschwerden wenden, und auch jeder Synodale hat das Recht, eigene Anträge zur Entscheidung vorzulegen.

„Die Strukturen sind sehr basisdemokratisch und verlaufen von unten nach oben“, erläutert Cornelia Blendinger, die aber auch weiß, dass die Kirche mitten in einem Erneuerungsprozess steckt. „Profil und Konzentration“ lautet hier ein Schwerpunkt. Darin geht es darum, herauszufinden, was die Menschen heute von Kirche erwarten, welche Angebote weiterhin nötig sind und welche man verändern muss. „Man muss genau schauen: Was ist notwendig, was ist sinnvoll?“

Alte Zöpfe abschneiden

Hierfür sei eine gesunde Mischung aus Mut, alte Zöpfe auch wirklich abzuschneiden, und aus Demut wichtig, ist die 37-Jährige überzeugt, die sich vor allem im Ausschuss für Bildung, Erziehung und Jugend engagieren will. Sie selbst sieht ihre Stärke darin, gerne zu „Netzwerken“ und wunde Punkte gut und prägnant benennen zu können. „Und ich scheue keine Veränderung.“ Veränderungen wird es bei ihr in Kürze im Beruf geben: Zum 1. April übernimmt sie eine neu geschaffene Stelle beim Evangelischen Kita-Verband und koordiniert bayernweit die Fachberatungen inhaltlich und strukturell. Zudem unterstützt sie interne Organisationsentwicklungsprozesse.

Es wird also auch hier spannend werden für die zweifache Mutter, die ihre Energie vor allem aus zwei Leidenschaften zieht: Yoga und Singen. „Das brauche ich“, betont die engagierte Christin und blickt mit viel Vorfreude auf die neuen Herausforderungen – die beruflichen und die ehrenamtlichen –, für die sie auf die Unterstützung der Großeltern zählen kann.

Allein die vielen Begegnungen werden persönlich sicher sehr bereichernd sein, ist sie überzeugt: „Das ist ein riesiges Erfahrungsfeld, das man geschenkt bekommt.“

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 30. Januar 2020

© Text und Foto: Tina Ellinger, Altmühl-Bote Gunzenhausen

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

Blendiger, Synodalin

Setzt sich künftig als gewähltes Mitglied in der Landessynode ein:

Cornelia Blendinger aus Aha. Foto: Tina Ellinger

 

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