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2019.04.31 Amadeus-Chor zu Gast

Stadtkirche Gunzenhausen
Foto: Horst Kuhn

Großartiges Konzert in der evangelischen Stadtkirche in Gunzenhausen

GUNZENHAUSEN — Der Amadeus- Chor aus Neuendettelsau unter Leitung von Benedikt Haag und Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay an der Jann-Orgel boten in der evangelischen Stadtkirche mit „Splendor Crucis“ (Glanz des Kreuzes) ein Konzert mit Werken zur Passionszeit.

In schwarzer Kleidung zogen die 21 Frauen und 15 Männer des renommierten Kammerchors in das Gotteshaus ein, um sich mit sehr unterschiedlichen Stücken mit der Passionszeit und dem Blick auf Ostern auseinanderzusetzen. Eingeleitet wurde das Konzert mit dem „Kyrie“ aus der „Missa Pange Lingua“ von Josquin Desprez, gefolgt von „O Crux Splendidor“ von Orlando di Lasso.

Nicht weniger klangprächtig wirkte das Stück gleichen Titels des Norwegers Knut Nystedt. Bohrend, schwebend und funkelnd, mit versetzten Schreien wurde das Stück von der Chorgemeinschaft zu Gehör gebracht. In den beiden Motetten „Timor et Tremor“ und „Vinea Mea Electa“ (Francis Poulenc) erklangen meisterhafte Vertonungen, konfrontiert mit Schrecken und Vertrauen. Dagegen griff „Vinea mea Electa“ das zirka 2700 Jahre alte Weinberglied Jesajas auf, das die zärtliche Liebe Gottes beschreibt.

Pawe? ?ukaszewski (Jahrgang 1968) gehört zu den bekannten zeitgenössischen Komponisten Polens, seine Werke werden weltweit aufgeführt. Sein Werk „O Adonai“, dem textlich katholische Vespergesänge zugrunde liegen, erschallte wie ein klangliches Bild der Gotteserfahrung am Dornbusch: züngelnde Flammen, die zaghafte, zunehmend drängende jüdische Anrede Gottes.

Amadeus-ChorDer Motette „Fürwahr, er trug unsere Krankheit“ des Nürnberger Komponisten Hugo Distler (1908 bis 1942) liegen die schwierigen Verse aus Jesaja 53 zugrunde: über den Gerechten, der stellvertretend Sühne leistet. Dem Chor gelang es, das Stück exzellent vorzutragen. Der Motette schloss sich der bekannte Liedvers „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld“ von Paul Gerhard an. Den Abschluss des Konzerts bildete das „Agnus Dei“ von Josquin Desprez an.

Ergänzt wurde dieses vokale Programm durch Orgelwerke von Johann Sebastian Bach (Präludium und Fuge in d-Moll, BWV 539) und Johannes Brahms („O Traurigkeit, o Herzeleid“), gespielt von KMD Bernhard Krikkay. Das Königsinstrument war wieder wie geschaffen für die farbige Ausgestaltung der verschiedenen Stimmungen der Orgelwerke.

Der Amadeus-Chor überzeugte durch die Ausgewogenheit aller Stimmgruppen, vor allem im hellen Sopran, sowie mit guter Wort- und Stimmbildung, einer perfekten Intonation und einer brillanten technischen Ausführung.

Für die Konzertbesucher, die am Ende nicht mit Beifall sparten, sprach Pfarrer Claus Bergmann den Dank an alle Musiker aus. HORST KUHN

 

 

Quelle: Altmühl-Bote, Gunzenhausen, Ausgabe 03. April 2019

©Text und Foto: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsrefernt

 

Amadeus-Chor

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