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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2019.03.23 Dekanatssynode

2016_Lutherhaus
Foto: Kuhn

Mit Reformprozess nicht ganz glücklich

Dekan Mendel nahm auf der Dekanatssynode zur Zukunft der Landeskirche Stellung — Neuwahlen

GUNZENHAUSEN — In der evangelischen Landeskirche ist ein Reformprozess im Gange, der sich in den nächsten Jahren auch auf den Gunzenhäuser Dekanatsbezirk auswirken wird. Darüber informierte Dekan Klaus Mendel in seinem Jahresbericht auf der Dekanatssynode im Lutherhaus. Ferner stand die Wahl von Mitgliedern des Dekanatsausschusses und der Verbandsversammlung des Verwaltungszweckverbandes Westmittelfranken und Nordschwaben auf dem Programm.

„Profil und Konzentration“ (PuK) ist der Reformprozess betitelt, der in der Landeskirche 2017 begonnen hat. Wesentlicher Gedanke dabei ist, wieder neu vom Auftrag der Kirche her zu denken und nicht von bestehenden Strukturen, informierte Dekan Mendel. Allerdings zeichne sich in der Zwischenzeit ein klarer Paradigmenwechsel ab, der theologisch problematisch sei. Die richtige Analyse, dass „Menschen offen sind für relevante Formen des geistlichen Lebens, damit aber nicht automatisch die Bereitschaft verbinden, sich in eine der kirchlichen Sozialformen zu begeben“, werde zu einem neuen Kirchenmodell entwickelt: hin zu Formen einer „fließenden Zugehörigkeit“.

Von „Orten des Evangeliums“ werde gesprochen, von „Resonanzräumen der Liebe Gottes“. Kirchliche Arbeit sei demnach zukünftig in kirchlichen Handlungsräumen zu organisieren. Es heiße: „Es ist uns in der Landesstellenplanung fern, die Kirchengemeinden zu schwächen, aber gleichzeitig wollen wir den Blick weiten.“ Was dies konkret bedeutet, bleibt für Dekan Mendel abzuwarten.

Der Seelsorger äußerte Skepsis gegenüber dem PuK-Prozess. Dennoch möchte er aufgeschlossen bleiben und lässt sich hineinnehmen in den Prozess, die Kirche weiter zu entwickeln, wie er sagte.

Regionen-Modell wiederbelebt

Im Gunzenhäuser Dekanatsbezirk wird mit einer geringeren Stellenbesetzung gerechnet. Der Dekanatsausschuss hat sich in seinen Sitzungen in den letzten Jahren mit der für 2020/21 2019. Dekanatssynodezu erwartenden neuen Landesstellenplanung und dem damit verbundenen PuK-Prozess beschäftigt. Dabei wurden diese beiden Prozesse auch vor dem Hintergrund der mehrfachen Vakanzen im Dekanat beleuchtet. Daraus resultiert eine Wiederbelebung des alten Modells der „Regionen“ und deren Zusammenarbeit im Dekanat. Dieses Regionen-Modell erleichtere die reibungslose Vakanzvertretung in einer Region, sind die Mitglieder überzeugt. Erfreuliches und weniger Erfreuliches gab es über die derzeitige personelle Situation zu berichten. Die Pfarreien Dittenheim und Windsfeld konnten mit Pfarrer Walter Krewin aus Treuchtlingen im August wieder besetzt werden. Im Juni ging Pfarrerin Brigitte Rothgängel, die die beiden Pfarreien Pfofeld und Thannhausen betreute, in den vorzeitigen Ruhestand. Hier konnte im Dezember Pfarrerin Dorothe Stadler den Dienst aufnehmen. Abschied nehmen hieß es auch von Pfarrer Johannes Wagner aus der Pfarrei Wald und Stetten, der auf eigenen Antrag in den vorzeitigen Ruhestand trat. Momentan hat Pfarrer Karl-Heinz Brendel die Pfarramtsführung übernommen.

Vor wenigen Wochen wurde das Pfarrerehepaar Katharina und Thorsten Wolff aus der Pfarrei Haundorf mit Laubenzedel verabschiedet. Ab dem 1. April übernimmt Pfarrer Dr. Jürgen Stadler als Vakanzvertreter die Pfarrstelle in vollem Umfang. Letztmals verlängert wurde mit Genehmigung der Landeskirche der Dienst von Pfarrer Martin Geißler aus der Pfarrei Kalbensteinberg mit Fünfbronn in der Kombination mit einer halben Touristenpfarrstelle. Somit wird der Dienst von Pfarrer Geisler endgültig am 31. Oktober 2019 enden. Die Ausschreibung ist derzeit im vollen Gange.

Vakante Stellen betreut

Dekan Mendel dankte allen Pfarrern und Pfarrerinnen, die in den einzelnen Regionen zusätzlichen Dienst in den vakanten Stellen leisten. Sein Dank galt zudem allen, die zum Wohl des Gunzenhäuser Dekanatsbezirks mit seinen 28 Kirchengemeinden haupt- und ehrenamtlich tätig sind. Auch den Ruheständlern und zahlreichen Lektoren und Prädikanten dankte Mendel für die vielfachen Dienste. Ein besonderer Dank galt Anneliese Jakob, die Mitte 2018 nach 30-jähriger Tätigkeit als seine Sekretärin aus dem Dienst schied. Mit Stefanie Gregor-Frei habe man eine kompetente und engagierte Nachfolgerin gefunden.

Unter der Leitung von stellvertretendem Dekan Gert Sommerfeld, Landesynodalem Gerhard Baumgärtner und Pfarrer Matthias Knoch wurden die Neuwahlen durchgeführt. In das Präsidium wurden gewählt: Jürgen Lechner (Kirchengemeinde Wachstein) und Cornelia Blendinger (Aha). Laut Geschäftsordnung gehören diesem auch Dekan Mendel und Pfarrer Sommerfeld (Theilenhofen) an. Im Dekanatsausschuss sind als geistliche Vertreter dabei: Pfarrer Claus Bergmann (Gunzenhausen), Pfarrer Walter Krewin (Dittenheim), Pfarrer Thomas Schwab (Aha) und in seiner Eigenschaft als Senior des Pfarrkapitels Pfarrer Dietmar F. Schuh (Absberg).

Als weltliche Vertreter wurden gewählt: Erwin Fleischner (Merkendorf), Renate Menhorn (Gräfensteinberg), Monika Neumeyer (Unterwurmbach), Ruth Grochow (Pfofeld) und Johannes Dänzer (Wald). In die Verbandsversammlung des Verwaltungszweckverbandes Westmittelfranken und Nordschwaben gewählt wurden Dekan Klaus Mendel und Birgit Ammon (Merkendorf). HORST KUHN

 

 

2019 Dekantssynode, Dekanatsausschuss

Dekan Mendel mit den neu gewählten Mitgliedern des Präsidiums und

des Dekanatsausschusses. Foto: Horst Kuhn

 

Auf der Suche nach Organisten

Musikernachwuchs macht sich rar im Dekanat Gunzenhausen

GUNZENHAUSEN — Die Zusammenarbeit zwischen den drei Tourismuspfarrern Martin Geisler (Kalbensteinberg), Matthias Knoch (Gräfensteinberg) und Ekkehard Malcher (Gunzenhausen) ist seit elf Jahren sehr gedeihlich und bewährt sich in jeder Saison in vielfältigster Weise. Dies wurde auf der Dekanatssynode im Lutherhaus deutlich.

Sehr gut angenommen, so hieß es, werden die Gottesdienste am Altmühl- und Brombachsee, die „Gute Nacht Kirche“ mit Dekan i. R. Müller in Kalbensteinberg, die Radwanderungen, die „Orgelmusik zur Marktzeit“ und die weiteren Angebote. Pfarrer Martin Geisler dankte allen, die sich in die Tourismusseelsorge einbringen.

Dem Bericht von Dekanatsjugendreferentin Judith Grosser war zu entnehmen, dass die größte Zielgruppe mit dem Kinderzeltlager erreicht wird. Hier arbeiten jedes Jahr 20 bis 30 Ehrenamtliche mit, die sich hierfür zum Teil eine Woche Urlaub nehmen. Bis zu 60 Kinder aus dem ganzen Dekanat genießen das Zeltlager. Grosser ging auch auf den Dekanatskinderkirchentag und auf das Trainee-Programm für die Jugendarbeit ein.

Erfreuliches und weniger erfreuliches war dem Bericht vom Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay zu entnehmen. Die Konzertreihe „Klangvolle Sommerabende“ erfreut sich großer Beliebtheit. Die Personaldecke bei den Organisten ist allerdings nicht übermäßig gut. Dank der umsichtigen Planung von Jürgen Lechner und der Solidarität der Organisten entstanden trotz allem nur geringe Lücken. „Trotzdem ist die Suche nach geeigneten und interessierten Nachwuchsorganisten von hoher Priorität“, sagte Krikkay.

Die Kirchenchöre klagen tendenziell deutlicher über Überalterung und wenig Nachwuchs, vor allem auch im Bereich der Männerstimmen. Bei den Chorleitern gibt es die eine oder andere Veränderung. Für Krikkay ist es wichtig, in Zukunft neue Kräfte für dieses Amt zu finden und auszubilden. In jedem Fall habe die Kirchenmusik im Dekanatsbezirk einen hohen Stellenwert und werde gut und gern bei festlichen Anlässen einbezogen.

Weitere Berichte lagen den Synodalen schriftlich vor. Unter anderem von Martin Ruffertshöfer, Geschäftsführer und Bezirksstellenleiter, der über die vielfältigen Tätigkeiten, Aufgaben und Ziele des Diakonischen Werkes Weißenburg-Gunzenhausen informierte. Kathrin Schuler gab Einblicke in die Frauenarbeit, Pfarrer Matthias Knoch in die Arbeit im Missionskreis, Landessynodaler Gerhard Baumgärtner in seine Tätigkeit in der Bayerischen Landessynode und Hermann Schmoll in die Arbeit der 25 Posaunenchöre im Dekanatsbezirk.

Dekan Klaus Mendel teilte mit, dass am 4. November Chefredakteur Alexander Jungkunz von den Nürnberger Nachrichten um 19.30 Uhr im Lutherhaus über das Thema „Was ist Wahrheit in der Zeit des Fake News“ sprechen wird. Kuhn

 

Im Dekanat kräftig gebaut

Abgeschlossene Projekte bei Dekanatssynode vorgestellt

GUNZENHAUSEN — Im Dekanat Gunzenhausen konnten in jüngerer Vergangenheit mehrere größere Bauprojekte abgeschlossen werden. Auf die einzelnen Projekte ging Dekan Klaus Mendel auf der Dekanatssynode im Lutherhaus ein.

Abgeschlossen sind die Innenrenovierung in Thannhausen, die gründliche Sanierung des Pfarrhauses in Pfofeld und der erste Abschnitt der Renovierungsmaßnahmen an der Rieter- Kirche in Kalbensteinberg. Das Gesamtvolumen der Sanierungsmaßnahmen beträgt zirka 1,2 Millionen Euro.

Weitere größere Baumaßnahmen sind in Unterwurmbach, Wachenhofen, Stetten und Merkendorf (Kirchen), sowie in Wald (Pfarrhaus und Gemeindehaus) zu erwarten beziehungsweise schon angelaufen. Besonders in Wald gibt es intensive Überlegungen, was mit dem in den 70er-Jahren gebauten Pfarrhaus geschehen soll. Sanierungskosten in Höhe von annähernd 500000 Euro machen dies notwendig.

Mit der politischen Gemeinde Gunzenhausen wurde ein runder Tisch ins Leben gerufen, bei dem auch die Sanierung des Walder Gemeindehauses diskutiert wird. Länger beschäftigen wird man sich nach den Worten von Dekan Mendel mit der Sanierung der Kirche in Dittenheim aufgrund herabgestürzter Deckenteile und die anstehende Sanierung des Pfarrhauses in Haundorf. Hier sind die Ergebnisse der Schadstoffbelastung von Interesse.

Kuhn

 

290 Besuche täglich
Das Dekanat und seine Pflegeeinrichtungen

GUNZENHAUSEN — Informationen über kirchliche und soziale Einrichtungen gab es für die Synodalen im evangelischen Dekanatsbezirk mit seinen 28 Kirchengemeinden Gunzenhausen bei der Dekanatssynode im Lutherhaus.

Einen Stellenanteil von 25 Prozent für die Altenheimseelsorge hat der Gunzenhäuser Pfarrer Ekkehard Malcher inne. Zu diesem Aufgabengebiet gehört die Betreuung der Häuser in der Zufuhr- und der Leibnizstraße, wo Demenzkranke betreut werden. Es gibt zudem Stationen für die stationäre Betreuung Pflegebedürftiger sowie Angebote für Kurzzeitpflege und die Möglichkeit des betreuten Wohnens. In beiden Häusern werden zurzeit rund 80 Bewohner betreut.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Altenheimseelsorge ist das städtische Burkhard-von-Seckendorff-Heim. Es hat 177 Betten in den Bereichen Pflegeheim, Altenheim und Kurzzeitpflege sowie 19 seniorengerechte Wohnungen. Gegenwärtig wohnen dort rund 120 evangelische Christen aus dem gesamten Dekanatsgebiet. Da verstärkt ältere Menschen in ihrer letzten Lebensphase ins Haus gebracht werden, ist die Verweildauer im Haus oft kurz und die Sterberate hoch. Die Sterbebegleitung erfolgt mit großer Umsicht und abgestellt auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen.

Aber auch die erfreulichen Ereignisse wie Geburtstage werden im Haus entsprechend gefeiert. Das Gottesdienstangebot umfasst die wöchentlichen Gottesdienste in allen Einrichtungen. Das Abendmahl wird an kirchlichen Festtagen auch auf die Stationen und in die Zimmer gebracht.

Die Ambulante Pflege durch die Evangelische Kranken- und Altenpflege Gunzenhausen entwickelt sich nach wie vor sehr gut. Im Jahr 2018 erfolgten im Einzugsgebiet (Dekanat Gunzenhausen) über 96000 grund- und behandlungspflegerische Hausbesuche und über 12000 Hausbesuche mit hauswirtschaftlichen Leistungen. Das bedeutet täglich über 290 Hausbesuche, die organisiert und geplant werden müssen. Darüber hinaus wurden 350 Pflegeberatungsbesuche ausgeführt.

Die 27 Plätze des Pflegezentrums in der Leibnizstraße sind weiterhin hervorragend ausgelastet, egal, ob die Plätze dauerhaft belegt sind oder für Kurzzeitpflegegäste zur Verfügung gestellt wurden. Im Jahr 2018 waren die 27 Plätze der Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz, die auf zwei Gruppen mit zwölf und 15 Bewohnern verteilt sind, in der Tagestruktierenden Hausgemeinschaft in der Zufuhrstraße wieder sehr gut ausgelastet. Ebenfalls hervorragend ausgelastet sind die Plätze für Tagespflegegäste auf Dekanatsebene.

Die über 70 Wohnungen des Betreuten Wohnens in der Leibniz- und Zufuhrstraße sind alle belegt. Hier existiert eine lange Warteliste von über 60 Interessenten. Auffällig ist, dass sich die Besitzer in letzter Zeit verstärkt selbst um die Nachbesetzung kümmern.

Der Ambulante Hospizdienst Altmühlfranken begleitet mit seinen zwei hauptamtlichen und 37 ehrenamtlichen Mitarbeitern Schwerstkranke und Sterbende auf ihrem letzten Weg. Sie tun dies daheim, im Krankenhaus, im Seniorenheim oder auf der Palliativstation. Im Jahr 2018 wurden 57 Begleitungen von schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen in der schwierigen Situation durchgeführt.

kuhn

Horst Kuhn

Dekanat

Öffentlichkeitsreferent

 

 

2019. Dekanatssynode

 

 

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