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2019.03.13 Dekanatsfrauenfrühstück

2016_Lutherhaus
Lutherhaus. Foto: Horst Kuhn

Missionsdienst bei Aborigines

Ursula Hannuschek berichtete über ihre Zeit in Nord-Australien

GUNZENHAUSEN — Das Wort Gottes und das Evangelium um Jesu zu verkünden und zu verbreiten, ist die Lebensaufgabe von Ursula Hannuschek. Seit über 30 Jahren arbeitet sie als Missionarin bei den Ureinwohnern Australiens, den Aborigines. Über diesen Dienst sprach sie nun beim Dekanatsfrauenfrühstück im Gunzenhäuser Lutherhaus.

Knapp 150 Frauen aus den Kirchengemeinden im evangelischen Dekanat Gunzenhausen waren der Einladung von Kathrin Schuler und ihrem Team gefolgt, sich unter der Überschrift „Leben mit einem lebendigen Gott“ zum diesjährigen Dekanatsfrauenfrühstück im Lutherhaus einzufinden. Neben Referentin Hannuscheck, die in den Diensten der Vereinigten Deutschen Missionshilfe (VDM) steht, war auch Dekan Klaus Mendel mit von der Partie. Er war im Auftrag der Mission/Eine Welt Neuendettelsau viele Jahre als Missionar in Tansania und Schanghai tätig. Schuler betonte in ihren Eingangsworten, dass jeder Mensch ein Einzelstück sei, von Gott gewollt und mit seinen Fähigkeiten geliebt werde.

Aufmerksam lauschten die Zuhörer dem Vortrag von Ursula Hannuscheck, die seit 1988 in Nord-Australien unter den Aborigines lebt und für die Partnerorganisation „One Mission Socciety“ tätig ist. Die Zielgruppe spricht Englisch, aber lieber „Kriol“, ein Mix aus fünf Aborigine-Sprachen. Neun Jahre lang arbeitete sie gemeinsam mit Ehemann Willi in der Katharine Region im Bundesstaat Northern Territory. Mit 24000 Einwohnern erstreckt sie sich über eine Größe, die fast ganz Deutschland entspricht. Oft war die Anreise zu den Aborigines von stundenlagen, beschwerlichen Autofahrten geprägt.

Nach dem Tod ihres Mannes blieb sie bei den Aborigines und hält im kleinen Bereich weiterhin Kontakte zu verschiedenen christlichen Gruppierungen aufrecht. Ihr Ziel ist es, den Aborigines in abwechslungsreichen Arbeiten und Diensten selbst Verantwortung zu übergeben. In den letzten Jahren ist es ihr gelungen, ein Zentrum zu schaffen, an dem sich Christen aus allen Gemeinden treffen, sich gegenseitig kennenlernen, um miteinander zu lernen, wie man andere für Jesus interessiert. Die meisten der rund 500000 Aborigines sind heute Christen. Inzwischen bekennen sich aufgrund von kirchlicher Missionierungsarbeit circa 73 Prozent zu einer christlichen Konfession.

Die 68-jährige Ursula Hannuschek untermauerte ihren Vortrag mit einer interessanten Diashow. Inzwischen ist sie wieder nach „down under“ geflogen, um in den von ihr liebgewonnen christlichen Gemeinden tätig zu sein.

Horst Kuhn

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 23. März 2019

© Text und Foto: Horst Kuhn

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

2019. Dekanatsfrauenfrühstück

Referentin Ursula Hannuschek (rechts) mit Kathrin Schuler und dem Vorbereitungsteam

für das diesjährige Dekanatsfrauenfrühstück in Gunzenhausen.

Foto: Horst Kuhn

 

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