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Evangelische Stadtkirche Merkendorf und ihre Geschichte

1478 wurde der Grundstein zur Evangelischen Stadtkirche "Unserer Lieben Frau" gelegt.

Vielleicht sind Sie etwas überrascht von der schlichten und relativ "modernen" Aus- stattung im Inneren der Merkendorfer Stadtkirche.
Es ist in der Tat so, dass die jetzige Aus- gestaltung auf die Zeit nach dem 2. Welt- krieg zurück geht. Als ein Schreckensdatum hat sich der hiesigen Bevölkerung der 18. April 1945 ins Gedächtnis eingebrannt. Jener Tag, als neben mehr als 50 Wohn- und Stallgebäuden auch die Evang. Stadtkirche den sinnlosen Kampfhandlungen in und um Merkendorf zum Opfer fiel.
Stadtkirche Merkendorf

Lieber Besucher!

Hier können Sie den vollen Klang der 6 Glocken der Merkendorfer Stadtkirche hören, der weit übers Land erklingt.

 

1478 wurde der Grundstein zur Evangelischen Stadtkirche "Unserer Lieben Frau" gelegt.

Vielleicht sind Sie etwas überrascht von der schlichten und relativ "modernen" Ausstattung im Inneren der Merkendorfer Stadtkirche.
Es ist in der Tat so, dass die jetzige Ausgestaltung auf die Zeit nach dem 2. Welt- krieg zurück geht. Als ein Schreckensdatum hat sich der hiesigen Bevölkerung der 18. April 1945 ins Gedächtnis eingebrannt. Jener Tag, als neben mehr als 50 Wohn- und Stallgebäuden auch die Evang. Stadtkirche den sinnlosen Kampfhandlungen in und um Merkendorf zum Opfer fiel.
Die Außenmauern standen noch, doch leer und ausgebrannt war der Innenraum. Der Dachstuhl war herabgestürzt und auch der Turm mit der barocken Zwiebelhaube war völlig verwüstet worden. Noch heute lässt die Nordseite des Turms die Granateinschläge erkennen.

 

Zur Geschichte der Stadtkirche

Die Evang.-Luth. Stadtkirche ist ein spätgotischer Quaderbau aus dem letzten Drittel des 15. Jahrhunderts.
Am äußeren Treppenaufgang an der Südseite lässt sich dazu eine alte Inschrift leicht entziffern. Sie lautet: "1478 Jar am Sonntag vor Michael ist da der erste Stein gelegt"
Erbaut wurde sie vom Kloster Heilsbronn. Erst 1528 errichtete man den stattlichen Turm.

Die Reformation zog schon bald in Merkendorf ein. 1524 hält Pfarrer Matthias Bauer die erste evangelische Predigt.

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) bringt Plünde- rungen, Krankheit und Not. So leben gegen Ende nur noch 8 Familien am Ort. 1648, zum Ende des Krieges, kam es noch schlimmer: Beim Abzug der Schweden brannte am 12. März das Städtchen und mit ihm die Kirche fast völlig nieder.
Sieben Jahre blieb die Stadtkirche Ruine. Dann erhielt sie ein Notdach.
Erst nach 54 Jahren - 1708 bis 1710 - konnten Schiff und Chor gründlich erneuert werden. In den Jahren 1821, 1876 und 1932 bis 1939 erfuhr die Kirche z.T. sehr grundlegende Renovierungen.

Stadtkirche Merkendorf

 

Innenraumgestaltung vor und nach 1932

Stadtkirche Merkendorf vor 1932 Stadtkirche Merkendorf nach 1932

Links:

vor 1932

 

 

 

Rechts:

nach 1932

 

Ende des 2. Weltkrieges

Stadtkirchen Merkendorf 1945 Stadtkirche Merkendorf 1945

Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges, am 18. April 1945

brach erneut die Katastrophe herein.

 

Wie 300 Jahre zuvor brannte sie zur Ruine aus.

Alle Löschversuche blieben vergeblich.

 

"O Land, Land -
höre des Herrn Wort!"  
Jer.22.29
"bis dass Er kommt" 
1.Kor.11.20

 

Dies waren die mahnenden Worte, die noch an der Verrusten Wand über der ehemaligen Kanzel zu entziffern waren.

Der Wiederaufbau nach dem Krieg gelang durch große Opfer und dem gemeinsamen Engagement vieler Gemeindeglieder recht zügig. So konnte unter der sachkungigen Anleitung von Architekt und Regierungsbaumeister Eberhard Braun aus Neuendettelsau schon am Reformationsfest 1948 die Kirche wieder eingeweiht werden. In den Jahren danach erfolgte die weitere Innenausgestaltung bis ins neue Jahrtausend hinein.

 

Weiterführendes:

Hoch interessant und aufschlussreich ist das Buch von Wilhelm Koch mit dem Titel: "Krieg und Frieden - Merkendorf 1944-1949"

Herausgeber und Bezug: Stadt Merkendorf
www.merkendorf.de

 

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