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2018.11.25 Verabschiedung Pfarrer Johannes Wagner,

Wald, Wagner

In Wald und Stetten geht eine Ära zu Ende

Verabschiedung von Pfarrer Johannes Wagner machte deutlich, wie verbunden er mit den Menschen ist

WALD — Insgesamt 25 Jahre war Johannes Wagner Pfarrer in Wald, vor 14 Jahren kam die Kirchengemeinde Stetten in seinen Zuständigkeitsbereich hinzu. Nun wurde der Geistliche in der Markgrafenkirche St. Martin und Ägidius in Wald in den Ruhestand verabschiedet. Dekan Klaus Mendel entband den engagierten Seelsorger im Rahmen des feierlichen Gottesdiensts von seinen Verpflichtungen.

Einen besonderen Dank überbrachten die Vertrauensfrauen Elisabeth Gutmann seitens der Kirchengemeinde Stetten und Renate Herrmann im Auftrag der Kirchengemeinde Wald. Auch seiner Frau Veronika galt ein dickes Dankeschön für ihr aktives Wirken in kirchlichen wie vereinsinternen Belangen. Nach der kirchlichen Feierstunde waren Gläubige und Gäste aus Politik und Wirtschaft im Gasthaus „Zum Hirschen“ zu einem Empfang geladen, wo die Redner unisono das tatkräftige Wirken der Pfarrersfamilie hervorhoben.

Musikalisch geleitet vom Posaunenchor Wald und Stetten und begleitet von der Freiwilligen Feuerwehr schritt Johannes Wagner zusammen mit Dekan Klaus Mendel sowie zahlreichen Amtskollegen und Verantwortlichen der Landessynode und den Kirchengemeinden Wald und Stetten ein letztes Mal als amtierender Pfarrer an den Altar der schmucken Markgrafenkirche.

Dekan Mendel gab zu verstehen, dass die Pfarrstelle mindestens bis Juni unbesetzt bleiben wird. In einer sehr persönlichen Ansprache ließ Wagner die vergangenen 25 Jahre Revue passieren und erwähnte, dass es selbst bei einem Pfarrer mitunter auch schwierige Zeiten gebe. In den Mittelpunkt seiner Abschiedspredigt stellte er „zwölf Perlen“ aus der Bibel, welche ihm persönlich viel bedeuten und nach denen man sein Leben ausrichten sollte.

Sichtlich bewegt wurde es im Gotteshaus, als Mendel die Entpflichtung von den seelsorgerischen und verpflichtenden Ämtern in den Kirchengemeinden Wald und Stetten vornahm. In kurzen Zügen ging er dabei auf die Biographie des scheidenden Pfarrers ein, der in Neuguinea geboren wurde. So kam Johannes Wagner erstmals mit zehn Jahren nach Deutschland, von wo aus es nach kurzer Zeit nach Australien ging. Nach seinem Theologiestudium in München ordinierte er 1982 und übernahm als Pfarrer z. A. in Dürrenzimmern, im Dekanat Oettingen seine erste Pfarrstelle.

1982 heiratete er Veronika, 1987 und 1989 wurden die gemeinsamen Kinder geboren. An Lichtmess 1993 übernahm er dann die Seelsorge in Wald. Dafür und für viele weitere Dienste, unter anderem im Pfarrkapitel und der Herrmann-von-Bezzel-Stiftung zollte ihn der Dekan seinen aufrichtigen Dank. Auch Veronika Wagner dankte Mendel für die Mitarbeit im Dekanats-Frauenkreis, im Kirchenchor sowie im gesamtem gemeindlichen Leben. Ebenfalls einen würdigen Abschied bereiteten der Pfarrersfamilie die beiden Vertrauensfrauen Elisabeth Gutmann und Renate Herrmann sowie die Kita-Kinder, die ihrem Pfarrer musikalisch die besten Glückwünsche mit auf den weiteren Weg gaben. Als kleines Zeichen inniger Verbundenheit und Wertschätzung überreichten sie „ihrem Pfarrer“ und seiner Frau ein „aussagekräftiges“ Kunstwerk aus dem Atelier Zimmermann sowie ein buntes Blumengebinde als Erinnerung an schöne Zeiten in Wald und Stetten. Der Singkreis Stetten, die Posaunenchöre beider Gemeinden und der Kirchenchor Wald gestalteten die Feierstunde musikalisch mit.

Nach den abschließenden Orgelklängen, welche Gerhard Herrmann aus Ornbau erklingen ließ und einem gemeinsamen, „letzten Auszug“ aus dem Gotteshaus ging es ins Gasthaus „Zum Hirschen“, wo sich neben den Gemeindegliedern auch die Ehrengäste von dem langjährigen Seelsorger verabschiedeten. Landratsvize Robert Westphal eröffnete den Reigen des Dankes, gefolgt von MdL Manuel Westphal, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, den Ortssprechern Gerald Brenner und Irene Dänzer.

In ihren Ausführungen zeigten sich die politisch Verantwortlichen angetan von der beeindruckenden Gestaltung des Gottesdiensts. Sie erinnerten zudem an die überzeugenden Gottesdienste zum Erntedank am Altmühlsee, die gelungene Zusammenarbeit mit den Gemeindegliedern aus Stetten seit 14 Jahren, die mit Bravour praktizierten Veränderungen in Gesellschaft und Kirche. Wie Bürgermeister Fitz und die Ortssprecher betonten, schaffte es Pfarrer Wagner auch immer, der Dorfgemeinschaft einen gewissen Halt zu verleihen, anstehende Kita-Probleme zu lösen, die Flüchtlinge in Wald zu betreuen und nicht zuletzt ein aktiver gesellschaftlicher Pol in der Gemeinde zu sein.

Als kleine Anerkennung überreichten sie dem Geistlichen und seiner Frau nette Geschenke, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft. Mit einem eher heiteren Wort wandte sich Pfarrer Thorsten Wolff an die Gemeindeglieder von Stetten und Wald, für die er während der Vakanz zuständig sein wird. Er bat sie, den bestehenden, guten Weg weiter zu gehen und ihn wo nötig auch zu unterstützen. Gleichlautend dem Liedtext, vorgetragen vom Männergesangverein, „Schön war die Zeit, so schön“ wandte sich Wagner ein letztes Mal an die Anwesenden und dankte seinerseits für Hilfe und Unterstützung in den vergangenen 25 Jahren. LUDWIGGÖTTLER

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 29.11.2018

© Text und Fotos: Ludwig Göttler, Filchenhard

 

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

Dekanat Gunzenhausen

 

Wald, Wagner

Mit persönlichen Worten und Geschenken verabschiedeten die Kirchenverantwortlichen

von Wald und Stetten die Wagners. Von links: Renate Herrmann, Veronika Wagner,

Pfarrer Johannes Wagner, Martin Siebentritt und Elisabeth Gutmann.

 

 

Wald, Wagner

Dekan Klaus Mendel entpflichtete den langjährigen Ortsgeistlichen Johannes Wagner

von seinen Ämtern. Fotos: Ludwig Göttler

 

Wagner, Wald Wagner, Wald Wagner, Wald

 

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