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2018. Bayerischer Kirchentag "Orte des Glaubens"

2018. Kirchentag, Hesselberg
Foto: Horst Kuhn

Fake News mutig entgegentreten

 

Auf dem Bayerischen Kirchentag sprach Bischof aus Mecklenburg-Vorpommern

HESSELBERG — „Orte des Glaubens“ – dieses Thema stand über dem 67. Bayerischen Evangelischen Kirchentag am Pfingstmontag. Die Festpredigt auf dem Hesselberg hielt der mecklenburgische Bischof Dr. Andreas von Maltzahn.

Der Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) erinnerte im 70. Jahr der Partnerschaft zwischen evangelischen Christen in Bayern und Mecklenburg an das Glück, die Mauer zum Einsturz gebracht zu haben. Ein Volk, das geübt und niedergehalten war in Anpassung – dieses Volk habe sich 1989 aufgerichtet und den Traum der Befreiung gelebt. „Auf alles war der Staatsapparat mit Lagern und Repressalien vorbereitet gewesen, aber nicht auf Kerzen und Gebete. Die friedliche Revolution habe deutlich gemacht, welche Kraft in unserem Glauben liegt: Mit Gott an unserer Seite müssen die Verhältnisse nicht bleiben, wie sie sind!“ Im Blick auf seine eigene Lebensgeschichte hat der Bischof verschiedene „Orte des Glaubens“ erlebt – beispielsweise im Abendritual, wenn Eltern mit Kindern gesungen und gebetet hätten; Gemeinschaftserfahrungen als Jugendliche bei den Chorwanderungen oder beim Wildwasserfahren vor 1989 mit jungen bayerischen Christen in Tschechien. Er sei dankbar für die vielfältige Stärkung, die seine Kirche bis in die Gegenwart durch die bayerische Landeskirche erfahre.

In seiner Predigt erinnerte er an die Verklärungserfahrung Jesu und seiner Freunde. Dieses Erlebnis auf dem Berg der Verklärung sei kein Gipfelerlebnis gewesen, das sich selbst genug gewesen sei. Es wollte vielmehr bewegen und für den kommenden Weg stärken. Auch Christenmenschen heute seien gehalten, nicht in den einzigartigen Erlebnissen verharren zu wollen: „Dahin werden wir gesandt, wo wir unsere Aufgaben haben, mitten im Leben. Dahin, wo es Jesus nachzufolgen gilt, werden wir geführt – und erfahren dabei: Orte des Glaubens sind auch jene Situationen, in denen wir unseren Glauben zu bewähren haben“, unterstrich der Bischof.

Der christliche Glaube habe sich auch zu bewähren, wenn Gerüchte und Fake News nach Aufmerksamkeit gierten. Oder, wenn Wahlkämpfer – welcher Partei auch immer – Ängste schürten und Ressentiments verstärkten gegen Menschen, die anders sind. „Dann gehört es zu unserer Verantwortung, deutlich zu machen: ‚Nicht in meinem Namen!‘ – ob am Stammtisch oder in der Wahlkabine“, sagte von Maltzahn.

Das eigene Gottvertrauen sei ebenso gefragt, „wenn das Leben in ländlichen Räumen immer schwieriger wird – als Mecklenburger könne man ein Lied davon singen: In strukturschwachen Regionen zusammenzuhalten; einander beizustehen, wenn es heftig kommt; Bilder einer lebenswerten Zukunft zu entwickeln, die von sorgenden Gemeinschaften getragen werden – das kann gelingen! Gott stärkt uns den Rücken dabei“.

Ein Willkommensgruß des Wassertrüdinger Dekans Hermann Rummel galt neben den Vertretern aus Kirche, Politik, Wirtschaft insbesonders dem Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche Deutschlands und bayerischen Landesbischof Dr. Heinrich Bedford Strohm, Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Festprediger Dr. Andreas v. Maltzahn. Musikalisch ausgestaltet wurde der Gottesdienst von über 100 Bläserinnen und Bläsern.

In ihrem Grußwort betonte Regionalbischöfin Gisela Bornowski, dass das Motto des Kirchentages sehr vielschichtig und persönlich sei. Der Kirchentag sei ein Ort, der Begegnung, Gemeinschaft und Glaubensstärkung ermögliche — allen Unkenrufen zum Trotz, dass Kirche an Bedeutung verliere und Glaube die Menschen nicht mehr interessiere. Bornowski lud ein, die eigenen Orte des Glaubens immer wieder aufzusuchen, nicht nur an Feiertagen, sondern auch im Alltag.

Glückwünsche der Regionalbischöfin galten der Dorfhilfe des Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg die ihr 60-jähriges Bestehen feiern kann. Zusammen mit der landwirtschaftlichen Betriebshilfe besteht der Dienst der Dorfhelferinnen in der tatkräftigen Unterstützung von Familien in der Landwirtschaft, die in Not geraten sind.

Ein weiterer Bericht über den zweiten Teil des Kirchentags und das Familienmusical folgt.

Zahlreiche Posaunisten, auch aus dem Raum Wassertrüdingen/Gunzenhausen, gestalteten den Gottesdienst mit.   Horst Kuhn

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 22. Mai 2018

© Text und Bilder: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2018. Kirchentag, Hesselberg

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm gesellte sich gerne zu Gemeindegliedern

aus dem Dekanatsbezirk Gunzenhausen.

2018 Kirchentag, Hesselberg 2018. Kirchentag, Hesselberg 2018. Kirchentag, Hesselberg

Mecklenburgische Bischof       Regionalbischöfin                      Landesposaunenwartin

Dr. Andreas von Maltzahn           Gisela Bornowski                       Anne-Barbara Höfflin

2018. Kirchentag, Hesselberg

Regionalbischöfin Gisela Bornowski gemeinsam mit Festprediger

Bischof Dr. Andreas von Maltzahn und Dekan Hermann Rummel.

 

2018. Kirchentag, Hesselberg

Über 100 Insrumentalisten aus Posaunenchörene Bayerns und aus dem

Dekanat Gunzenhausen und Wassertrüdingen gestalteten den Kirchentag musikalisch aus.

 

2018. Kirchentag, Hesselberg

Der Missionskreis des Dekanats Gunzenhausen präsentierte die

Partnerschaft zum Selangor-District in Malaysia.

 

 

 

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