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2018.04.12 Verabschiedung Pfarrerin Brigitte Rothgängel

2013. Pfofeld
Foto: Kuhn

Abschiedsgottesdienst Pfarrerin Brigitte Rothgängel am Donnerstag, 12. April 2018 in derSt.-Michaels-Kirche Pfofeld.


Liebe Gemeinde, meine Mitchristen,
nach dem biblischen Wort aus Richter 5, 31 b hat Peter Strauch sein Lied gedichtet:
"Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht."

Die Gott  lieben, zu denen möchte ich gehören. Deshalb bin ich Pfarrerin geworden,
um allen von der Liebe Gottes zu erzählen. Die Liebe Gottes ist aber keine Einbahnstraße.
Wie in jeder menschlichen Beziehung gehören zwei dazu. Liebe und Gegenliebe.
Martin Luther legt das Erste Gebot: Ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter
haben neben mir, so aus: Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.
Wie vielen Jugendlichen im Präparandenunterricht habe ich das an ihr Herz gelegt, die
Liebe zu unserem Gott. Welche Eigenschaftswörter wir ihm auch zuordnen mögen, ewig,
allmächtig, barmherzig, gnädig, heilig, eins ist mir wichtig: Treu! Menschen verlassen dich,
aber auf Gott ist Verlass. So kann Petrus, auf den nicht immer Verlass war, später in der
Apostelgeschichte 5, 29 doch bekennen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Wie können wir auf Gottes Liebe zu uns Menschen antworten? Mit Gedanken, Worten und
Werken. Jesus, der Sohn Gottes hat es uns vorgelebt. Nein, wie Jesus können wir nicht sein.
Aber auf seine Worte hören, weitersagen und danach leben. Wenn ich Jesus richtig verstanden habe, dann fordert er von uns auf Gottes Liebe zu antworten in der Nächstenliebe.
Doch immer wieder neu müssen wir uns fragen lassen, wen oder was lieben wir wirklich?
Martin Luther kann sagen, woran dein Herz hängt, das ist dein Gott!?
Zum 2. Teil: Die Gott lieben werden sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht.
Von Gott können wir nur in Bildern reden. Niemand hat Gott je gesehen. Eines Tages werden wir ihn von Angesicht zu Angesicht schauen, mit ihm auf Augenhöhe sein.

Ein Bild für Gott ist die Sonne. Die Sonne hat die Eigenschaft, dass sie allgegenwärtig ist. Da ist. Auch wenn sie nicht scheint, auch wenn sie untergeht. Um die Sonne dreht sich unsere kleine Erde.
In der Bibel gibt es viele Geschichten, in denen die Sonne eine Rolle spielt. Die wichtigste für
mich ist die Ostergeschichte nach Markus: Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus und Salome kamen zum Grab Jesu am ersten Tag der Woche sehr früh, als die Sonne aufging. Es waren Frauen,  mit ihrer Tradition verbunden, die hingingen um Jesu Leichnam zu salben. Aber doch voller Mut und Gottvertrauen.

Der aufgehenden Sonne gehört die Zukunft, das Leben. Leiden und Kreuz, Tod und Sterben sind Vergangenheit. Die Finsternis des Karfreitags, des schwarzen Tages muss weichen. Unser Gott, liebe Mitchristen, hat noch viel Größeres im Sinn.
Und tatsächlich: Die Sonne geht auf. Christ ist erstanden! Die Nacht ist vorbei. Das Leben beginnt.
Wer sich dies sagen lässt, wer dies glauben kann, der erlebt wie die Sonne in ihrer Pracht aufgeht und wird aus Dankbarkeit Gott und seinen Nächsten lieben.
Schlusswort: Martin Luther rät seinen Pfarrern:
"Tritt frisch auf, machs Maul auf, hör bald auf."
Amen

 

 

Gemeinsame Grußworte von Vertrauensfrau Ruth Grochow (Pfofeld) und Vertrauensmann Ernst Kirsch (Thannhausen)

 

Liebe Frau Pfarrerin Rothgängel,

Ruth: Elf Jahre waren sie nun Pfarrerin in unseren Kirchengemeinden Pfofeld und Thannhausen. Das sind bis heute 4057 Tage also 97 368 Stunden.

Treten sie nun mit uns eine kleine Zeitreise durch diese elf Jahre an.

Nach nur 8monatiger Vakanz wurden sie am 4.März 2007, dem Sonntag Reminizere, hier in der St.-Michaels-Kirche von Dekan Gerhard Schleier in ihr Amt als Gemeindepfarrerin eingeführt.

Im November 2008 wurde das Richtfest am Gemeindehaus in Pfofeld gefeiert und nach 13monatiger Bauzeit am Erntedankfest 2009 durch den damaligen Regionalbischof Christan Schmidt eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

2018. Verabschiedung RothgängelErnst: Im gleichen Zeitraum, von 2008 bis 2009, wurde in Thannhausen das Pfarrhaus renoviert und modernisiert, somit konnte bereits im Juli 2009 der Ruhestandspfarrer Heinz Kessler mit seiner Frau einziehen.

Im März 2011 fand die Überlassung des Friedhofs in Thannhausen an die politische Gemeinde Pfofeld statt.

Im Jahr 2014 wurde nach 30 Jahren die Hey-Orgel in Thannhausen general gereinigt und ein Jahr später wurde auch in Pfofeld die Steinmeyer Orgel gereinigt und saniert. Für beide Orgeln mussten viele Eigenmittel aufgebracht und Zuschüsse beantragt werden.

Ruth: Nun können unsere beiden Orgeln, die sich ja Königin der Instrumente nennen, weiterhin zur Ehre unseres Gottes erklingen.

2017 wurde in Pfofeld die Nahwärme in das Pfarrhaus und in das Gemeindehaus gebracht.

Ernst: Das letzte große Bauprojekt ihrer Dienstzeit begann im September 2016 mit der Generalsanierung der St.-Bartholomäus-Kirche in Thannhausen.

Die umfangreichen Baumaßnahmen verlangten viele Sitzungsstunden und Vor-Ort-Termine um die geforderten Entscheidungen und Beschlüsse zu fassen.

Wir freuten uns alle darüber, dass am Heiligen Abend 2017 die Glocken wieder läuteten und wir die Christvesper in der frisch renovierten St.-Bartholomäus-Kirche feiern konnten.

Es sind jedoch noch nicht alle Arbeiten getan. Dies wird aber im Laufe des Jahres 2018 noch geschehen, damit die Generalsanierung dann abgeschlossen ist und unsere Regionalbischöfin Frau Gisela Bornowski am 1. Advent die Thannhäuser Kirche wieder einweihen kann.

Ruth: Große Feste waren in beiden Gemeinden und wurden von ihnen mit einem Festgottesdienst umrahmt. Diese waren:

2009 – Flurumritt in Pfofeld
2012 – 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Thannhausen
2013 – 50 Jahre Obst- und Gartenbauverein Thannhausen

Ernst: „Last but not least“ bedanken wir uns bei ihnen für all die abgehaltenen Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen sowie für die Kranken-, Alten- und Geburtstagsbesuche.

Wir wünschen ihnen für ihren "Ruhestand" Gottes Segen, Gesundheit und Zufriedenheit.

Mit einem Zitat von Martin Luther wollen wir unsere kleine Zeitreise beenden:

Wir sind immer auf dem Wege
und müssen verlassen, was wir kennen und haben
und suchen, was wir noch nicht kennen und haben. (Martin Luther)

 

Der Abschiedsgottesdienstdienst wurde vom Posaunenchor und dem Kirchenchor musikalisch ausgestaltet.

 

2018_Verabschiedung Rothgängel

Senior, Pfarrer Thorsten Wolff (Haundorf) überbringt die Grüße und Abschiedsworte

für das Pfarrkapitel im Dekanat.

 

2018.Verabschiedung Rothgängel

Bürgermeister Willi Renner bedankt sich für die politsche Gemende Pfofeld.

 

2018_Verabschiedung Rothgängel

Das Kindergottesdiensteam bei der Verabschiedung.

 

Pfofeld, Kirchenchor

Der Kirchenchor mit Chorleiterin Sigrid Popp (untere Reihe rechts) umrahmte

den Abschiedsgottesdienst. ©  Foto: Horst Kuhn

 

 

 

 

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