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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2018.02.26 Dekan Klaus Mendel, 60 Jahre

2018. Dekan Mendel
Foto: Horst Kuhn

Klaus Mendel: Seelsorger mit „Leib und Seele“

Gunzenhäuser Dekan feiert heute seinen 60. Geburtstag — Empfang für Gratulanten im Lutherhaus

GUNZENHAUSEN — Es ist ein Gewinn und eine Freude, dem Prediger Klaus Mendel zuzuhören. Wenn er zu seiner Gemeinde spricht, in der evangelischen Stadtkirche oder anderswo, dann verdient er große Aufmerksamkeit – und bekommt sie. Immer wieder stellt er sein Redetalent und die Ernsthaftigkeit der christlichen Botschaft unter Beweis. Doch nicht nur deshalb steht er am heutigen Montag im Mittelpunkt. Der „Gesamtmensch“ Klaus Mendel und seine Amtsführung als Dekan werden an seinem 60. Geburtstag gewürdigt werden.

Eigentlich sollte es mehr oder weniger eine Privatfeier werden. Doch dann kamen immer mehr Anfragen und die Erkenntnis, dass ein Amtsträger der evangelisch-lutherischen Kirche sich bestimmten äußeren Bedingungen und Erwartungen beugen und sich danach richten sollte. Deshalb kann jedermann dem Dekan von 14.30 bis 17 Uhr im Lutherhaus gratulieren. Und Klaus Mendel wird in seiner Dienstkleidung erscheinen – er ist nun einmal Dekan, und das nicht nur acht Stunden an Werktagen.

Als er seine Schulzeit in Nürnberg verbrachte, war ihm der Weg zum Pfarrerberuf zunächst nicht vorgegeben. Eine gewisse Distanz zur Kirche war bei dem jungen Gymnasiasten erkennbar. Erst in der Oberstufe setzte der Wandel ein, und in ihm wuchs die Erkenntnis, dass das Studium der Theologie das Richtige für ihn wäre. Und diese Absicht setzte er dann konsequent in die Tat um, trotz Verblüffung und Stirnrunzeln bei anderen.

Dienst in Tansania

Auf das Studium in Erlangen folgte die Vikarzeit in Neustadt an der Aisch. Danach wirkte der Pfarrer zur Anstellung in Partenstein im Dekanatsbezirk Lohr. Schon bald zog es ihn in die Ferne, erst als Schüler und Studentenpfarrer in Tansania, später als Geistlicher in der chinesischen evangelischen Kirchengemeinde in Hongkong. Mendel hat ein ausgesprochen großes Sprachentalent, das Erlernen des Kantonesischen bildete da noch das i-Tüpfelchen.

Im Jahr 2000 wurde er Pfarrer für die beiden Kirchengemeinden Burgthann und Altenthann. Zusätzlich bekleidete er das Amt des Seniors des Pfarrkapitels. Wertvolle Erfahrungen sammelte er als Mitglied der bayerischen Landessynode und als stellvertretendes Mitglied der Synode der evangelischen Kirche in Deutschland.

Im Herbst 2010 schlug ihn der Landeskirchenrat als Dekan in Gunzenhausen vor, und diese Aufgabe erfüllt er seit März 2011. Bei der Amtseinführung wurde deutlich, dass er sich in Burgthann und Altenthann viele Meriten erworben hatte.

Der Dekanatsbezirk umfasst 28 Kirchengemeinden. Mendel fungiert als Dienstvorgesetzter der Pfarrer, ist da „Erster unter Gleichen“ und entscheidet, wenn dies notwendig ist. Die Schwerpunkte seiner Arbeit kann sich ein Dekan nicht immer aussuchen. Derzeit ist der Jubilar verstärkt als Baumanager gefordert, und zwar für das Kinderund Familienzentrum Wilhelm Löhe in der Ostvorstadt von Gunzenhausen. Auch die evangelischen Kindergärten, das Immobilienmanagement, Personalien und überhaupt der ganze „Verwaltungskram“ beanspruchen den Dekan.

Umso froher ist er, dass er zusätzlich die 1. Pfarrstelle in der Stadt als Pfarrer betreut. Seelsorge war und ist ihm wichtig, das macht er mit „Leib und Seele“, wie er betont. Predigten hält er im Übrigen nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch regelmäßig „draußen“.

Er habe es nie bereut, Theologie studiert zu haben. Und dass er auf drei Kontinenten seiner Arbeit nachgehen konnte, erfülle ihn mit Dankbarkeit gegenüber der Landeskirche, bilanziert der Jubilar. In Gunzenhausen und im ganzen Seenland gefällt es ihm gut, hier fühlt er sich wohl, und da richtet sich der Blick bereits auf die sechs Jahre bis zum Ruhestand.

Stabile Basis

Der Dekan erwähnt mit Zufriedenheit, dass das Verhältnis zur katholischen Pfarrgemeinde sehr gut ist, wofür schon die Vorgänger im Amt das Ihre taten. Und mit Genugtuung erfüllt es ihn, dass das Verhältnis zur Hensoltshöhe neu geregelt und auf eine stabile Basis der Verbundenheit gestellt wurde.

Klaus Mendel ist nicht nur ein Mann des Wortes, sondern auch der Literatur. Mit Lust und Leidenschaft vertieft er sich in Bücher. Das politische Zeitgeschehen verfolgt er mit großer Aufmerksamkeit. Und sein Herz schlägt nach wie vor für die Begegnung mit anderen Kulturen und Sprachen. Kein Wunder, dass er das Reisen als Hobby angibt – in der Welt zuhause, in Gunzenhausen, einem Kerngebiet der Reformation, auf Dauer heimisch geworden. WOLFGANG DRESSLER

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 26.02.2018

 

© Text: Wolfgang Dressler

© Fotos: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

 

 

Dekan Mendel

 

Dekan Mendel

 

Dekan Mendel

 

2018_Mendel, Geburtstag

 

2018: Mendel, 60. Geburtstag

 

2018_Mendel

 

 

 

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