Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

100. Todestag. Herrmann Bezzel

2013. Kirche St. Martin und Ägidius Wald
Foto: Unbekannt

Hermann Bezzels gedacht

Gottesdienst zu Ehren des bedeutenden Sohns von Wald

WALD — Mit einem Gedenkgottesdienst zum 100. Todestag von Dr. Hermann von Bezzel gedachten die Bürger von Wald „ihres Sohnes“. Die Festpredigt hielt in der Markgrafenkirche St. Martin Regionalbischöfin Gisela Bornowski. In Würdigung seiner Verdienste stellten Pfarrer Johannes Wagner und Vertreter der Diakonie Neuendettelsau im Beisein zahlreicher Gläubiger und Mitgliedern der Familien Bezzel eine Blumenschale an seinem Grab nieder.

Nach der musikalischen Gestaltung durch den Posaunenchor, dem Kirchenchor und dem Organisten Gerhard Herrmann aus Ornbau erinnerte Erich Bezzel, ein Urgroßneffe Hermann von Bezzels, an den Lebensweg seines Vorfahren. Der wurde als ältester Sohn von zwölf Kindern des Walder Dorfpfarrers Ludwig Bezzel in Wald geboren. Nach dem Besuch des Ansbacher Gymnasiums „Carolinum“ studierte er Philologie und Theologie in Erlangen.

Nach achtjähriger Tätigkeit als Lehrer in Regensburg wurde er im Jahr 1891 als Rektor der Diakonissenanstalt nach Neuendettelsau berufen — und führte die von Wilhelm Löhe gegründete Einrichtung zu neuen Höhen. 1909 wurde Bezzel zum Leiter des „Oberkonsistoriums“ (Verwaltungschef) der evangelisch-lutherischen Kirche in München berufen, woraufhin ihn Prinzregent Luitpold 1910 in den Adelsstand erhob. Mit nur 58 Jahren starb von Bezzel am 8. Juni 1917 in München. Seine letzte Ruhestätte fand er an seinem Geburtsort Wald, wo sein Grab bis heute in Ehren gehalten wird.

In einer sehr treffenden Predigt verdeutlichte Regionalbischöfin Gisela Bornowski das Leben und Wirken von Hermann von Bezzel. So war er nicht nur ein eindrücklicher Lehrer und Prediger, sondern hielt bereits Anfang des 20. Jahrhundert die Ökumene im Auge, was ihm hohes Ansehen bei Kardinal Michael von Faulhaber einbrachte, so Bornowski.

Nach dem kirchlichen Segen folgten Familienangehörige und Gläubige der Einladung auf den Friedhof zum Gedenken ihres weit über die Grenzen Walds hinaus bekannten „Sohnes“. In Würdigung seiner Verdienste stellte die Regionalbischöfin zusammen mit ihren Amtsbrüdern am Grab eine Blumenschale nieder. Musikalisch wurde die Feierstunde vom örtlichen Posaunenchor begleitet. Zum Ausklang der Feierlichkeiten versammelten sich zahlreiche Gäste und Familienmitglieder im Gemeindehaus.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 05.07.2017

© Text und Foto: Ludwig Göttler

 

Bezzel Hermann

 

drucken nach oben