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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2017.06.05. Evang. Bayerischer Kirchentag

2017. Hesselberg
66. Bay. Kirchentag

Evang. Kirchentag 2017: „Vertraut den neuen Wegen“

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm predigte beim evangelischen Kirchentag auf dem Hesselberg

HESSELBERG — Rund 10000 Besucher lockte es am gestrigen Pfingstmontag auf den Hesselberg. Dort ging der 66. bayerischen Kirchentag über die Bühne, er stand heuer unter dem Motto „Vertraut den neuen Wegen stand“.

Der Wassertrüdinger Dekan Herrmann Rummel, Gastgeber des Kirchentags, hob in seinen Worten hervor, dass man Gott vertrauen möge, um neue Wege mit ihm und in seiner Gemeinde zu gehen. Sein besonderer Willkommensgruß galt Landesbischof Professor Dr. Heinrich Bedford-Strohm, der nicht nur die Festpredigt hielt, sondern auch in der Hauptversammlung zum Tagungsthema Stellung bezog.

Seiner Predigt legte Bedford-Strohm die biblischen Worte aus Samuel 3, die Verse 1 bis 10 zugrunde. In so großer Zahl sei man zum Pfingstfest auf dem Hesselberg zusammengekommen, um zu hören, was der Geist den Menschen sage. Es gelte, aus den vielen Stimmen, die am laufenden Band auf die Menschen einströmten, die Stimme Gottes herauszufiltern.

Als Bischof und Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche Deutschlands komme er viel in den Kirchen herum. Die größte Freude daran sei, dass er so vielen Menschen begegne, die sich wie der biblische Samuel hätten rufen lassen. Manchmal sei ihnen gar nicht bewusst, 2017. Hesselbergdass es Gott gewesen sie, der sie gerufen habe. Von einer „königlichen Priesterschaft“ sprach hier Bedford-Strohm, um an ihrem jeweiligen Ort Gott zu dienen.

Gerade beim Kirchentag sei die Dichte solcher alltäglicher Priesterinnen und Priester besonders hoch. „Wir alle miteinander sind eine Gemeinschaft der Berufenen. Es wäre mein Traum, wenn wir auch zu einer Gemeinschaft der von der Kraft Christi Begeisterten würden.“ Gott lasse die Menschen dieses „gesegnet sein“ immer wieder spüren, Bedford-Strohm sprach die Hoffnung aus, dass ein jeder den Pfingstgeist spüre und zu neuen Wegen aufbrechen könne.

Der Gottesdienst wurde mitgestaltet von Posaunenchören unter der Leitung Landesposaunenwart Dieter Wendel sowie dem bayerischen Landesjugendposaunenchor unter Leitung von Landesposaunenwartin Kerstin Dikhoff und der Band „LuxeriöS“ in der Besetzung Regina Probst, Jasmin Walz, Silviano Feisthammel, Philip Wisgalla.

Im Anschluss sprach Reginalbischöfin Gisela Bornowski. Das Festjahr zum 500-jährigen Jubiläums der Reformation mit all seinen Veranstaltungen bringe in viele evangelische Kirchengemeinden neuen Schwung, Gisela Bornowski sprach wörtlich von „Aufbruchsstimmung“. Die Bereitschaft, gewohnte Pfade zu verlassen, sich auf neues Terrain zu wagen und Neues ausprobieren, sei groß. Das Lied „Vertraut den neuen Wegen“ sei leichter gesungen als getan, weiß die Regionalbischöfin. „Gemeinsam geht es besser und man darf darauf vertrauen, dass Gott mit uns geht und uns segnet, wo er will und uns braucht', so Gisela Bornowski.

Die Reginalbischöfin nutzte den Anlass, Johannes Strecker zu verabschieden, der nach Waldsassen geht. 18 Jahre zeichnete der Diakon für die Durchführung des Kirchentags am Hesselberg verantwortlich. Zum Dank gab es einen prall gefüllten Korb. Ein weiterer Bericht vom Kirchentag folgt.

© Horst Kuhn

2017. Hesselberg

Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford Strohm begrüßte aus Kirchengemeinden

im Gunzenhäuser Dekanat:  Robert Loy, Margit und Karl Traub, Gerhard Traub,

Karl-Heinz mit Frau (von links).

Foto: Kuhn

 

„Kühn sein und Brücken bauen“

Kirchentag auf dem Hesselberg war nicht nur für Landesbischof inspirierend

HESSELBERG — Das Leitmotiv „Vertraut den neuen Wegen“ war ständig präsent beim 66. Bayerischen Kirchentag auf dem Hesselberg.

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wünschte sich in der Predigt, dass Christen zu einer Gemeinschaft der Berufenen, aus der Kraft Christi Begeisterten und Gesegneten zusammenfinden. „Vertraut den neuen Wegen“ war angesichts der laufenden Baustelle am EBZ und des außergewöhnlich gut besuchten Kirchentags kein Problem, und „auf neue Wege vertrauen“ wird der Hauptorganisator des Bayerischen Kirchentags, Diakon Johannes Strecker. Regionalbischöfin Gisela Bornowski bedankte sich bei Strecker, der 17 Jahre diese Großveranstaltung organisierte, mit seinen Lieblingssüßigkeiten Gummibärchen. Ermutigend fand der Landesbischof angesichts mancher medialer Verfallsdiagnosen der Kirche die Zahl von 140000 Menschen beim Kirchentag in Berlin, die 120 000 Besucher in Wittenberg oder die große Gläubigenschar nun auf dem Hesselberg, wo sinnlich und anschaulich die Zukunft der Kirche positiv erlebt und erfahren werden könne. Er komme gerne hierher, denn hier herrsche eine hohe Dichte an alltäglichem Priestertum in vielfältigster Weise – vom Blumenschmuck am Altar über Posaunenklänge bis zu den Menschen an 30 Informationsständen. Ihnen allen sei gedankt, denn sie gehörten zur Gemeinschaft der Berufenen, der Begeisterten und der Gesegneten, so Bedford-Strohm.

Den Gottesdienst gestalteten musikalisch die Vereinigten Posaunenchöre aus den Kirchengemeinden der Hesselbergregion unter Leitung von Dieter Wendel. Kerstin Dikhoff leitete den von ihr vor 14 Jahren ins Leben gerufenen Bayerischen Landesjugendposaunenchor und die Band „LUXERIö S“ von „LUX – Junge Kirche Nürnberg“.

Mit „Gott hält zu mir“ war der Gottesdienst beim Kinderkirchentag im Festzelt überschrieben, den hauptverantwortlich Pfarrer Michael Babel mit Vikarin Conny Schieder (Winkelhaid) und Vikar Thomas Kurz (Nürnberg) organisiert hatte. Für Babel, Pfarrer der Kirchengemeinden Röckingen und Fürnheim, war es eine Premiere. Dem Trio dankte der Landesbischof, der unmittelbar beim Schlusslied des Hauptgottesdiensts zum Kinderkirchentag wechselte und sich angeregt mit den Kindern unterhielt. Am Nachmittag erlebten die Jungen und Mädchen die Premiere des Musicals „Was auch sein wird“ zur biblischen Figur Jakob, geschrieben von Ruhestandpfarrer Helmut Müller (Haundorf) und musikalisch umgesetzt von der Band des Nürnberger Musikers Chris Halmen.

Düngen, jäten, gießen

Bei der Hauptversammlung am Nachmittag plädierte der Münchner Pfarrer Dr. Norbert Roth dafür, „radikal und kühn“ zu sein, Brücken zu bauen und raus aus der Komfortzone zu kommen. Julia Landgraf von der Evangelischen Jugend Bayerns sagte, Jugendarbeit, die mit Leidenschaft und Zuversicht angegangen werde, lohne sich. Bei einem „Gespräch über ’n Gartenzaun“ stellten sich Johanna Kluge vom Amt für evangelische Jugendarbeit Nürnberg und Landjugendpfarrer Benedikt Herzog (Pappenheim) Fragen nach dem Düngen, Jäten oder Gießen. Just zur Nachmittagsveranstaltung setzte Regen ein. Demnach, so der launische Exkurs von Herzog, müsse weniger gegossen, aber Offenheit und aufeinander Hören und Einlassen gepflegt werden.

„Jedes Jahr aufs Neue eine Inspiration“ — diese Einschätzung nahm Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm vom Kirchentag mit. Durch Buße sich neu entdecken und eine Chance zur Selbstdistanz geben, sei wichtig, hier seien die Ausführungen von Pfarrer Roth und Julia Landgraf hilfreich gewesen, deren Zuversicht habe ihn beeindruckt. Mitten im Reformationsjahr eine starke Botschaft weitertragen lautete Bedford-Strohms Wunsch, als er den Abschlusssegen spendete.

©  Text: Peter Tippl

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgaben 06. und 07. Juni 2017

© Texte Horst Kuhn und Peter Tippl

© Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

2017. Hesselberg

 

2017. Hesselberg

Für viele Gläubige, nicht nur aus dem fränkischen Raum, ist der Kirchentag

auf dem Hesselberg eine feste Größe im Terminkalender

und ein Anziehungspunkt. Auch Besucher aus dem Raum Gunzenhausen

waren wieder dabei. Foto: Kuhn

 

Folgende Fotos: © Horst Kuhn

 

2017. Hesselberg

Regionalbischöfin Gisela Bornowski begrüßt die Kirchentagsbesucher

 

2017. Hesselberg

Verabschiedung

Diakon Johannes Streckel.

 

2017. Hesselberg

Band: LUXERIöS" aus Nürnberg.

 

Neue Landwirtschaftliche Familienberater

Hesselberg – Im Rahmen des diesjährigen 66. Bayerischen Kirchentages führte Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm unter Assistenz von Pfarrer Walter Engeler die Einführung von Friedrich Völkein (Hüssingen), Gerlinde Limbacher-Einzinger (Wolframs-Eschenbach), Heinz Dornberger (Rehlingen), Christine Paul (Schwabsoien), Friedrich Heinz (Fürth), Richard Sapper (Wachenroth) in den Dienst zum Landwirtschaftlichen Familienberater der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Bayern ein. Die Kirche wendet sich Menschen im ländlichen Raum zu, Menschen, die in Not sind und um Hilfe bitten. Die Kirche habe festgestellt, dass die Nachfrage nach dieser Art christlicher Unterstützung in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Und deswegen sei man froh, dass man Menschen begeistern konnten, die bereit sind und Kompetenz besitzen sich ehrenamtlich für diesen Dienst zur Verfügung zu stellen. Die neuen Landwirtschaftlichen Familienberater haben eine Eineinhalbjährige intensive Ausbildung hinter sich gebracht unter anderem mit den Themen Gesprächsführung, Konfliktbegleitung, systematischer Familienberatung.

An die landwirtschaftliche Familienberatung kann man sich wenden, wenn man in eine gewisse Notsituation geraten ist, Dabei kann es sein, dass einem die Arbeit über den Kopf wächst, Streit das Leben erschwert oder ein Generationswechsel unlösbar erscheint. In all den Fällen sind die fünf neuen Landwirtschaftlichen Familienberater bemüht zu helfen. Die Beratung ist kostenfrei. Sie kann im landwirtschaftlichen Betrieb des Hilfesuchenden oder an einem neutralen Ort erfolgen.

 

 

2017. Kirchentag

Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm gemeinsam mit den

sechs neuen Landwirtschaftlichen Familienberatern. Foto: Kuhn

 

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