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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2017.03.24 Dekanatssynode Teil I

2016_Lutherhaus
Foto: Kuhn

Hinter der Zukunft stehen Fragezeichen

 

Veränderungen im Dekanatsbezirk beschäftigen Mitglieder der Dekanatssynode —

Weniger Gemeindeglieder

 

GUNZENHAUSEN — Mit einer ersten Hinführung an die Herausforderungen, Probleme und Chancen, die die zukünftigen Veränderungen im evangelischen Dekanatsbezirk mit sich bringen, befasste sich Dekan Klaus Mendel in seinem Bericht bei der Dekanatssynode.

Mit den Entwicklungen im Dekanat hat sich der Dekanatsausschuss im vergangenen Herbst bei einer Klausurtagung bereits befasst. Diese werden bestimmt durch den Landesstellenplan 2020/2021 der Bayerischen Landeskirche, der gerade erstellt wird. Ferner ging es im Bericht des Gunzenhäuser Dekans um demografische Veränderungen innerhalb des Dekanatsbezirks und der „ungesunden Altersstruktur“ im Gunzenhäuser Pfarrkapitel.

Die Gemeindegliederzahlen in den westmittelfränkischen Dekanatsbezirken gehen teilweise drastisch zurück, so Mendel. Dazu trugen der Wegzug junger Menschen aus unserer Region und erhöhte Austrittszahlen in den letzten Jahren bei. Spannend, so Mendel, wird es werden, wenn die neuen Kriterien für den Landesstellenplan auf dem Tisch liegen. Im Moment gibt es unbestätigte Zahlen für eine 1,0Pfarrstelle im städtischen Bereich bei 1800 Gemeindegliedern und bei 1200 bis 1400 Gemeindegliedern im ländlichen Bereich. Inwieweit sich die „mathematische Formel“ zur Berechnung verändert, welche Rohfaktoren einfließen werden, ist noch nicht bekannt. Für einige Kirchengemeinden im Dekanatsbezirk dürfte es für eine ganze Pfarrstelle im neuen Landesstellenplan sehr eng werden. Sobald genauere Kriterien zur Berechnung vorliegen, wird dies den Kirchengemeinden umgehend kommuniziert.

Altersstruktur im Pfarrkapitel

Dekan Mendel konnte den Synodalen eine erfolgreiche Wiedereingliederung von Pfarrer Martin Geisler (Kirchengemeinden Kalbensteinberg und Fünfbronn) vermelden, der seinen Dienst wieder versehen kann. Dankbar sei man für den Dienst von Pfarrer Manfred Schmidt (Kirchengemeinden Unterasbach und Oberasbach), der nach langer Krankheit und einer Wiedereingliederungsphase seinen Dienst, wenn auch zumindest bis Ende des Schuljahres 2016/17 ohne Religionsunterricht und anderen Einschränkungen, wieder aufnehmen konnte. Leider fällt Pfarrerin Heike Endres (Kirchengemeinde Gunzenhausen) weiterhin aus gesundheitlichen Gründen aus.

Diakon Heinrich Förthner, Merkendorf, wird im Sommer in den Vorruhestand gehen. Seine Stelle wurde in Absprache mit den Kirchengemeinden Merkendorf und Hirschlach, dem Dekanatsausschuss und der Rummelsberger Diakonie neu besetzt. In den nächsten zwei Jahren stehen nach den Worten des Gunzenhäuser Dekans aufgrund der Altersstruktur größere Veränderungen an. So wird Pfarrer Martin Geißler in den Ruhestand gehen und mehrere Gemeinden müssten sich schon jetzt auf längere Vakanzzeiten von ungewisser zeitlicher Dauer einrichten. Im Gunzenhäuser Pfarrkapitel herrscht die Regelung „55+ Generation“ vor, was ein Problem beim Erteilien des Religionsunterrichts mit sich bringe. Mehrere Pfarrer müssen nach dieser Regelung ab dem 60. Geburtstag keinen Schulunterricht geben, was dann von staatlichen Lehrkräften übernommen werden muss.

Noch keine genauen Infos

Den Arbeitsteil moderierte stellvertretender Dekan Pfarrer Gert Sommerfeld. „Noch ruhen oder sind nähere Details für den kommenden Landesstellenplan nicht bekannt. Doch schon jetzt sollte man sich Gedanken darüber machen, wie der Dekanatsbezirk mit seinen 28 Kirchengemeinden in Regionen aufgeteilt aussehen könne und wie man zukünftig mit auftretenden Vakanzen umgehen müsse“, meinte der Seelsorger aus Theilenhofen. Sommerfeld nannte dabei die drei „Ks“ Kommunikation, Koordination, Kooperation. Die ausgearbeiteten Beiträge sind für den Dekanatsausschuss zukünftig bei den zu erwartenden Gesprächen mit der Evangelischen Landeskirche Bayern hilfreich.

In vier Gruppenphasen ging es unter anderem darum, was eine Region für eine Zusammenarbeit unter den Kirchengemeinden benötigt. Die ersten Gedanken des Dekanatsausschusses sind, den Dekanatsbezirk in vier Regionen aufzuteilen. Region Mitte: Die Kirchengemeinden Gunzenhausen, Aha, Unterwurmbach, Pflaumfeld, Frickenfelden/Unterasbach, Oberasbach, eventuell mit Wald und Stetten. Region Süd: Pfofeld, Thannhausen, Dornhausen, Theilenhofen, Wachstein, Gundelsheim, Wachenhofen, Dittenheim, Windsfeld. Bergregion: Gräfensteinberg, Kalbensteinberg, Absberg, Haundorf, Laubenzedel, Spalt, Fünfbronn. Region Nord: Merkendorf, Hirschlach, Altenmuhr, Neuenmuhr (eventuell mit Wald und Stetten). HORST KUHN

2017 .Dekanatssynode, Lutherhaus

Dekan Klaus Mendel (rechts) mit den beiden Präsidiumsmitgliedern

Gerhard Baumgärtner und Renate Derr und seinem

Stellvertreter Pfarrer Gert Sommerfeld. Fotos: Kuhn

 

2017. Dekanatssynode, Lutherhaus 2017. Dekanatssynode, Lutherhaus

Dekan Klaus Mendel              Stv. Dekan, Pfarrer Gert Sommerfeld

2017. Dekanatssynode, Lutherhaus

 

2017. Dekanatssynode, Lutherhaus

 

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