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2016.11.19 Gospelkonzert in der Stadtkirche

2014. Stadtkirche Gunzenhausen
Stadtkirche Gunzenhausen. Foto: Kuhn

Stehende Ovationen für Sänger

Gospelchor wusste unter Leitung von Bernhard Krikkay voll zu überzeugen

GUNZENHAUSEN – Ein Konzertabend ausschließlich mit Gospelmusik würde Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay wohl nicht ganz erfüllen. „Dafür bin ich zu neugierig“, verrät der Kantor von St. Marien ohne Umschweife. Kein Wunder also, dass der von ihm geleitete Gospelchor Gunzenhausen in seinem „Best of 2016“ eine enorme Vielfalt und Bandbreite präsentierte. Die Zuhörer in der gut gefüllten evangelischen Stadtkirche ließen sich mitreißen von der „swingenden“ Atmosphäre und der Qualität der Protagonisten. Für den instrumentalen Part zeichneten Krikkay (Klavier) und Wolfgang Mäderer (Percussion) verantwortlich.

Vom Facettenreichtum der Töne, Rhythmen und Klänge des Ensembles war auch „Hausherr“ Pfarrer Claus Bergmann angetan. Er hob das „bunt gemischte Programm“ bereits in seiner Begrüßung hervor. Feierlich wurde es anschließend beim Einzug der Sängerinnen und Sänger. Eine beeindruckende Inszenierung, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Von Beginn an herrschte eine gelöste, der Leichtigkeit des Augenblicks angemessene Stimmung im Gotteshaus. Auch wenn es „wir Franken“ nicht immer so zeigen können, der häufig zitierte „Funke“ sprang mit leichter Verzögerung aber dennoch über.

Das Repertoire hatte für unterschiedliche Geschmäcker das Passende parat. Neben traditionellen Spirituals hatte Krikkay auch geistliche Lieder, Pop- und Jazzelemente sowie wunderschöne Passagen liturgischer Musik vorbereitet. Apropos Vorbereitung: Weil sich der Gospelchor überwiegend aus „Laien“ rekrutiert, musste selbstverständlich „intensivst“ und relativ zeitaufwendig geprobt werden. Umso erstaunlicher, mit welcher Präzision, Dynamik und Ausdruckskraft das Erlernte vor großem Publikum umgesetzt werden konnte. Harmonisch und gedeihlich gestaltete sich ferner das Zusammenwirken zwischen Mäderer und Krikkay, obwohl dem Duo im Vorfeld nur zwei „Übungseinheiten“ zur Verfügung standen.

„Come let us sing“, lautete die Aufforderung gleich zu Beginn. Das Arrangement des norwegischen Komponisten Tore W. Aas machte deutlich, dass erstklassige Gospelmusik nicht zwingend aus Amerika kommen muss. Im Gegensatz dazu entspricht der Inhalt des ungemein melodischen „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ in sehr berührender Weise vermutlich der jeweiligen Herzenssituation vieler Menschen. Die Musik dazu schrieb Anne Quigley, den Text steuerte Eugen Eckert bei.

Mit Jazz gewürzt

Johannes Matthias Michel ist in Stuttgart geboren und in Gaienhofen am Bodensee aufgewachsen. In seiner „Missa pro nobis“ hat er liturgische Musik für den Abschlussgottesdienst fantasievoll mit Jazz-Bestandteilen versehen. Der Gospelchor Gunzenhausen widmete sich daraus dem „Kyrie und Gloria“. Temperament und Esprit dominierten zwischendurch bei den famosen Evergreens „Down by the Riverside“, „Clap your Hands“ und „Oh when the Saints“.

Ein Medley aus der berühmten Rockoper „Jesus Christ Superstar“ stand im Fokus des fulminanten Finales. Reich an Variationen und mit entsprechendem Pathos versehen, geriet das von Neil Slater für gemischten Chor mit Klavierbegleitung arrangierte Stück zu einem echten Höhepunkt. Als Solistin fungierte mit weicher, warmer Altstimme Alexandra Blüchel. Klar, dass noch mehrere Zugaben für einen besinnlichen und fröhlichen Ausklang sorgten. Die erläuternden Texte zu den einzelnen Aufführungen sprach Heidi Röttenbacher. Mit stehenden Ovationen wurden alle Beteiligten von den Kirchenbesuchern in die Nacht entlassen. ULIGRUBER

© Text und Foto: Uli Gruber

 

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

Gunzenhausen

Gospelchor Gunzenhausen 2016

Überzeugten mit enormer Vielfalt: die Mitglieder des Gospelchors Gunzenhausen. Begleitet wurden sie von Wolfgang Mäderer an den Percussions.

 

2016.11.19. Gospelchor Gunzenhause

Von Beginn an agierte das Ensemble unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay mit der notwendigen Portion Leichtigkeit. Fotos: Gruber

 

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