Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

Osterfest 2016

Ostern 2013
Frohe Ostern

Das Wort zum Osterfest

Geht es Ihnen auch so, dass nach manch einer schlaflosen Nacht der Morgen wie eine wohltuende Erlösung erscheint? Nach einer Nacht voller Sorgen, körperlicher Schmerzen, düsterer Gedanken oder der Trauer um den Verlust eines lieben Menschen. Vielleicht ist es auch Ungewissheit, die uns wachhält. Dann hoffen wir ungeduldig darauf, dass sich Spannungen bald lösen oder sogar endlich alles anders wird. Dann malen wir uns aus, wie es weitergehen könnte, und denken vielleicht sogar darüber nach, wie viel Zeit uns noch bleibt.

Hoffnungsvoll ist dagegen die Erfahrung, wenn der Morgen anbricht. Wenn das erste Licht der Dämme­rung die Schatten der Gedankenspiele vertreibt. Wenn die Sonne aufgeht und ihre ersten Strahlen die Dunkelheit vergessen machen. Für diesen einen Augenblick vergessen wir auch die schlaflosen, einsamen Stunden.

Was sehen Sie, wenn Sie morgens aus dem Fenster blicken? Sehen Sie, wie der Nebel sich über den Tälern lichtet, wie Felder und Wiesen zu leuchten beginnen? Spüren Sie, wie die Stadt erwacht, wenn die Menschen zur Arbeit strömen und das Leben zu pulsieren beginnt? Hören Sie den Gesang der Vögel, die oft schon den Tag ankündigen, obwohl es noch ganz dunkel ist?

Ein neuer Morgen ist mehr als nur der Beginn eines weiteren beliebigen Tages. Er ist sinnlich, und er ist sinnstiftend. Er kann Erinnerungen wecken.

Mich erinnert er immer wieder an eine Morgendämmerung auf dem Berg Sinai – dem Berg, auf dem Mose die Zehn Gebote empfangen haben soll. Ein Beduine hatte meine Mutter und mich während der Nacht auf den Gipfel begleitet. Als sich die Sonne am Horizont hinter den Bergen emporwölbte und die Gesteinslandschaft in ein warmes Orangerot tauchte, war die Anstrengung des Aufstiegs verschwunden.

Damals war ich noch Theologiestudent und mochte die Vorstellung, an einem Ort zu sein, an dem Gott dem Menschen ganz nahe gekommen ist. Der Morgen nährt den Glauben. Er ist die tägliche Geburt unserer Welt aus dem Dunkel der Nacht und ein Geschenk des Lebens im Angesicht von Tod und Vergänglichkeit. Er lässt uns ausbrechen aus Angst, Not und Verzweiflung – und das schon seit Anbeginn der Schöpfung. Ist es nicht tröstlich, dass die Sonne immer wieder aufgeht und unsere Müdigkeit mit Licht und Kraft erfüllt?

„Er ist auferstanden“

Es war auch ein Morgen, als die Frauen zum Grab Jesu kamen und Maria Magdalena einer Lichtgestalt begegnete. Aus dem himmlischen Grell meinte die überraschte Maria eine Stimme zu vernehmen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden.“(Mat­häus 28,5). Jesus war vom Tod auferweckt worden. In der Bibel finden wir im Anschluss an diese Szene die frohe Botschaft – das Evangelium.

Der Ostermorgen symbolisiert den Aufbruch in eine neue Dimension unseres Seins. Gott selbst ist Mensch geworden, um uns Hoffnung zu machen auf das ewige Licht, das uns erwartet. Gott, der die Welt am Morgen der Schöpfung ins Leben gerufen hat, schenkt uns mit jedem Morgen aufs Neue die Hoffnung, dass wir über das irdische Leben hinfort existieren werden. Es kommt nicht von ungefähr, dass Menschen, die von dieser frohen Botschaft leben, Gott mit der Sonne vergleichen. Das Kirchenlied „Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unserer Zeit, scheine über Gut und Bös“ bringt genau das zum Ausdruck. In diesem Vers ist eigent­lich alles über den Gott der Gerechtigkeit gesagt: Sein Friede ist anders, als ihn die Welt jemals geben kann. Es ist ein Friede, auf dem ein Segen liegt.

Ich wünsche Ihnen, dass der neue Morgen, der mit der Sonne erstrahlt, auch für Sie zur sinnstiftenden Erfahrung wird und alle dunklen Wege Ihres Lebens hell macht.

Ein gesegnetes Osterfest!

MARTIN GEISLER Pfarrer in Kalbensteinberg und Fünfbronn

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 26. März 2016

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

Osterfest in Gunzenhausen

 

Das Osterlicht in die Stadtkirche gebracht

Auch die evangelischen Christen in Gunzenhausen feierten die Auferstehung Jesu Christi

GUNZENHAUSEN – Ostern ist das höchste Fest der Christenheit. Die Gläubigen feiern mit Auferstehungs­ und Osternachtgottesdiensten die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

In der Gunzenhäuser Stadtkirche hielt am Ostersonntag Pfarrer Claus Bergmann den Festgottesdienst und ging dabei auf die Auferstehungsbotschaft ein. „Wer davon erfasst wird, der wird in seinem Leben verändert“, so der Seelsorger. Ostern sei mehr als ein Hasenfest, mehr als ein paar freie Tage. „Ostern heißt: Der Tod ist entmachtet. Mein Leben, dein Leben bekommt eine ewige Perspektive.“ Wer sich auf die Osterbotschaft einlasse, so Bergmann weiter, vertraue den Augenzeugen. Die Jünger haben Jesus lebendig erlebt. Und noch heute gehe es darum, dem Auferstandenen zu begegnen.

Für Ostersonntag hatte der ökumenische Taizé-Freundeskreis zur Osternacht eingeladen. Bereits um 5 Uhr morgens wurde am Kreuz des alten Friedhofs das Osterfeuer entzündet und in die evangelische Stadtkirche gebracht, um mit Pfarrer Ekkehard Malcher, dem Taizé-Orchester um Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay und dem Vorbereitungsteam einen Osterlicht-Gottesdienst zu feiern.

Die Liturgie war geprägt von Gebeten und vielen Gesängen aus Taizé. Außerdem wurde das Osterabendmahl gefeiert. Im Anschluss traf man sich im Lutherhaus zum Osterfrühstück, das die Gemeindejugend um Dekanatsjugendreferentin Judith Grosser gemeinsam mit dem Hausmeisterehepaar Schiebler vorbereitet hatte. Viele Gäste hatten hierzu Speisen zur Verfügung gestellt. hk

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 29.März.2016

© Text und Foto: Horst Kuhn

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

Dekanat Gunzenhausen

 

Ostern, Gunzenhausen

Pfarrer Ekkehard Malcher und KMD Bernhard Krikkay mit einem Teil des

ökumenischen Taizé-Freundeskreises, der mit der

Durchführung der Osternacht in der Stadtkirche betraut war. Fotos: Kuhn

 

Ostern, Gunzenhausen

Das Taizé-Orechester mit KMD Bernhard Krikkay

 

 

drucken nach oben