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Dekanatssynode 2016, Teil 2

2014. Stadtkirche Gunzenhausen
Stadtkirche Gunzenhausen. Foto: Kuhn

Dekan rechnet mit verwaisten Kirchengemeinden

Klaus Mendel machte bei der jüngsten Dekanatssynode in Dittenheim die Altersstruktur der Pfarrer zum Thema

GUNZENHAUSEN — Wenn auch derzeit alle Pfarrstellen in den Kir­chengemeinden des evangelischen Dekanatsbezirks Gunzenhausen besetzt sind, so wird man sich darauf ein­stellen müssen, dass sich in deren Besetzung in den nächsten Jahren ein Wandel vollziehen wird. Darauf machte Dekan Klaus Mendel bei der Dekanatssynode im Dittenheimer Philipp-Melanchthon-Haus aufmerksam.

Die Altersstruktur im Gunzenhäuser Pfarrkapitel spiegle in besonderer Weise die große 2016_Dekan MendelHerausforderung und Problemlage wider, die die gesamte Landeskirche Bayern betreffen werden. Nicht wenige der hiesigen Pfarrer hätten das 60. Lebensjahr überschritten. Man könne sich ausrechnen, vor welchen immensen Problemen das Pfarrkapitel in den nächsten Jahren stehen werde, so Mendel. Rech­ne man die Möglichkeiten eines vorzeitigen Eintritts in den Ruhestand hinzu, werde man nach den Worten des Gunzenhäuser Dekans schon in den nächsten zwei oder drei Jahren mit einer raschen Abfolge von verwaisten Kirchengemeinden rechnen müssen.

Das Jahr 2015 sei für manche Geist­liche durch die Übernahme zahlreicher Vertretungsdienste geprägt gewesen. Dank zollte Mendel dem Haundorfer Seelsorger Thorsten Wolff, der in Kalbensteinberg die Pfarramtsführung innehatte. Unterstützt wurde er dabei bei vielen Aufgaben von den Kolleginnen und Kollegen.

Er ging auch auf die Gunzenhäuser Pfarrstelle IV ein, die von Pfarrerin Heike Endres geführt wird. Seit Juli 2015 ist die Stelle – bedingt durch Schwangerschaft, Geburt ihres Kin­des und leider durch Krankheit – nach Ablauf des Mutterschutzes vakant und wird seither von den übrigen Gunzenhäuser Pfarrern vertreten. Hierzu merkte der Dekan an, dass sowohl Pfarrer Ekkehard Malcher als auch er als Dekan für Gunzenhausen nur jeweils eine halbe Pfarrstelle innehaben. Bei allein rund 80 bis 100 Beerdigungen im Jahr kommt es neben viergruppiger Unterrichtserteilung und anderen Kasual- und Sonntagsgottesdiensten zu einer nicht zu unterschätzenden Mehrarbeit.

Erfreulich sei, dass die Pfarreien Dittenheim und Windsfeld nach einjähriger Vakanz seit September 2015 durch Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel wieder besetzt sind. Herzlichen Dank gab es für den Gunzenhäuser Seelsorger Ekkehard Malcher für dessen engagierte Pfarramtsvertretung, die Kirchenvorstände beider Kirchengemeinden und alle, die Vertretungsdienste übernommen hatten.

Zu den derzeit laufenden Baumaß­nahmen und Planungen im Dekanats­bezirk informierte Mendel, dass derzeit die Sanierung der Kirche in Laubenzedel im Gange ist, in wenigen Wochen die des Lutherhauses in Gunzenhausen abgeschlossen sein wird sowie Planungen für Baumaßnahmen für die Kirchen in Oberasbach und Thannhausen eingeleitet sind. Weitere Baumaßnahmen in Altenmuhr und Merkendorf (Kirchen) sowie kleinere Sanierungsarbeiten an den Friedhöfen in Fünfbronn und Wald wurden abgeschlossen.

Große Sorge bereitet seit kurzem die „statische Verfassung“ der Rieter-Kirche in Kalbensteinberg. Um sie instand zu halten, wird wohl ein siebenstelliger Betrag erforderlich werden. Beim „Inklusiven Kinder- und Familienzentrum Wilhelm Löhe“ in Gunzenhausen geht es nach einem Jahr weiteren Verhandelns jetzt in die nächste Runde wegen der Sanierung bezie­hungsweise eines Neubaus. Es ist ein Pilotprojekt zwischen Kirchengemeinde Gunzenhausen, der Stadt Gunzenhausen und der Bayerischen Regierung.

Weitere Neuigkeiten gab es zu der bestehenden Partnerschaft mit dem Selangor-Distrikt der Lutherischen Kirche Malaysias. Besuchte im August vergangenen Jahres eine zehnköpfige Jugenddelegation unter der Leitung von Dekanatsmissionspfarrer Matthias Knoch (Gräfensteinberg) die Partnerkirche in Malaysia, so werden in diesem Jahr voraussichtlich im Juli/August vier Erwachsene aus der Partnerkirche den Gunzenhäuser Dekanatsbezirk besuchen. Darüber hinaus rechne man mit einer Volontärin aus Malaysia, die für ein Jahr in Merkendorf in den beiden Kindergär­ten eingesetzt wird und darüber hinaus die vielfältigen Arbeitsbereiche innerhalb des Dekanatsbezirks kennenlernen soll.

Erfreulich sei, nach erfolgter Prüfung durch die Rechtsabteilung der bayerischen Landeskirche, die Unterzeichnung eines Vertrags mit dem „Hensoltshöher Gemeinschaftsver­band/ Landeskirchliche Gemeinschaft (LKG) Gunzenhausen“. Dieser Vertrag regelt die rechtliche Stellung des Predigers der Gemeinschaft und die Zusammenarbeit der 28 Kirchengemeinden mit dem Gemeinschaftsverband. Die Vertragsverhandlungen mit der „Hensoltshöhe“ seien soweit fortgeschritten, dass das Ergebnis ebenfalls der juristischen Abteilung in München zur Überprüfung zugeleitet werden könne.

In schriftlicher Form erhielten die Synodalen umfassende Berichte über die Tätigkeiten der Evangelischen Kranken- und Altenpflege Gunzenhausen, aus der Dekanats- und Kindergottesdienstarbeit, der Urlauberseelsorge im Fränkischen Seenland, der Dekanatsjugend, vom Religionsunterricht, dem Missionskreis, der Kirchenmusik, der Altenheimseelsorge, dem Diakonischen Werk und den Posaunenchören im Dekanatsbezirk. HORST KUHN

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 25.02.2016

 

© Text und Foto: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

 

2016 Dekanatssynode

Dekan Klaus Mendel (rechts), sein Stellvertreter Pfarrer Gert Sommerfeld und Renate Derr, Präsidiumsmitglied im Dekanatsausschuss, verfolgten gemeinsam mit großem Interesse die einzelnen Wortbeiträge. Foto: Kuhn

 

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