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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

Viva Voce begeisterte

Stadtkirche Gunzenhausen
Foto: Seeger

Sangeskunst gepaart mit einer Prise Humor

„Viva Voce“ begeisterte in der voll besetzten Stadtkirche — Internationale Hits und kirchliches Liedgut

GUNZENHAUSEN — Was für ein phänomenales Klangerlebnis in der voll besetzten evangelischen Stadtkirche St. Marien! Mit ihrem aktuellen Tourneeprogramm „Neue Songs in alten Mauern“ begeisterte die A-cappella-Band „Viva Voce“ das erwartungsvolle Publikum in der Alt­mühlstadt. Mit drei bestens gewähl­ten Orgelstücken trug auch Kirchenmusikdirektor Bernhard Krikkay zum Gelingen des Abends bei.

Wohl selten in der langen Geschichte des ehrwürdigen Gotteshauses dürften die Zuhörer derart ergriffen gewesen sein. Insbesondere die letzte Zugabe versinnbildlicht eine faszinierende Symbiose zwischen hoher Sangeskunst und tief empfundener Religiosi­tät. Inmitten des Kirchenschiffes zie­hen die ehemaligen Windsbacher mit absolut reinem Timbre und enormer Ausdruckskraft die Menschen in St. Marien in ihren Bann. Danach heißt es zunächst einmal, tief Luft zu holen und kurz innezuhalten, ehe die fünf Ausführenden für ihre außergewöhn­liche Performance mit stürmischem Applaus belohnt werden.

„Es lebe die Stimme“ heißt „Viva Voce“ aus dem Lateinischen übersetzt wörtlich. Welche Vielfalt sich hinter dem beziehungsreichen Namen verbirgt, davon können sich die Besucher selbst überzeugen. Neben populären internationalen Hits beinhaltet das Repertoire eine breit gefächerte Mischung aus kirchlichem Liedgut, Rock- und Popinterpretationen sowie wunderschönen Balladen. Klar, dass rührselige Hommagen an die Liebe obligatorisch sind. „Viva Voce“ zün­det ein grandioses Feuerwerk an musikalischer Kreativität – garantiert ohne Netz und doppelten Boden.

Bei aller Konzentration, Professionalität und Ernsthaftigkeit garnieren David Lugert, Jörg Schwartzmanns, Mateusz Phouthavong, Bastian Hupfer und Heiko Benjes ihr Gastspiel im Herzen des Fränkischen Seenlands mit einer wohltuenden Prise Humor und Wortwitz. Die Pointen kommen an, selbst von ihren besseren Hälften „nur widerwillig“ mitgebrachte Männer lassen sich davon inspirieren. Dietmar etwa, der mehrmals ins Visier des gut aufgelegten Quintetts gerät. Die optimistische Vorgabe „Wir ziehen das gemeinsam durch“ wird konsequent umgesetzt. Am Ende ist allen Vorbehalten zum Trotz auch Dietmar „Viva Voce“-Fan.

Für jeden etwas dabei

Noch dazu, weil wirklich für jeden Geschmack passende Titel dabei sind. „Tears in Heaven“, „Angels“, „Buda­pest“ oder „Every breath you take“ laden förmlich zum Mitsingen und -swingen ein. „Auf uns“ ist durch nichts zu ersetzen und an der gleicher­maßen romantischen wie zärtlichen Feststellung „Du bist da“ führt ohnehin kein Weg vorbei. Lokalkolorit spiegelt sich im „Gunzenhausen-Song“ wider. Sollte es das Leben hie und da weniger gut mit der gepeinigten Seele meinen, besteht immer noch die Möglichkeit, sich vorübergehend in den „Leuchtturm“ zurückzuziehen. Es ist eben fast wie immer: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“!

Baldige Rückkehr

Doch gegen diese Form der Resigna­tion haben die Jungs von „Viva Voce“ eine zur raschen Heilung führende Medikation parat. Jetzt wird es richtig turbulent in der Stadtkirche. Mit fulminanten Vertonungen von „Video killed the Radio Star“, „Radio Ga Ga“ und „Ich grüße alle und den Rest der Welt“ rücken die Qualitäten des Mediums „Radio“ in den Fokus. „The Buggles“, die legendäre britische Rockband „Queen“ und Günther Sigls Kulttruppe „Spider Murphy Gang“ dienen als Wegbereiter für ein eher ungewohntes „Feeling“ in St. Marien. Die Bänke zittern, als Hausherr ist auch Pfarrer Claus Bergmann vom fröhlichen Miteinander angetan.

Die unterschiedlichen Ebenen sind es, welche die „Songs in alten Mauern“ zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Kein Wunder, dass sich die meisten Zuhörer dem Wunsch von Veranstalter Klaus Seeger an­schließen: „Ich hoffe, es dauert nicht wieder fünf Jahre, bis ihr nach Gunzenhausen zurückkehrt“. ULI GRUBER

© Text: Ulli Gruber, Altmühl-Bote

© Foto: Klaus Seeger, Uli Gruber, Horst Kuhn

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

VIVA VOCE

Die fünf jungen Herren von "Viva Voce" überzeugten in der Gunzenhäuser

Stadtkirche sowohl als Solisten als auch im Ensemble-Gesang.

 

VIVA VOCE

 

Viva Voce

Veranstalter Klaus Seeger bedankte sich in Form einer weißen Rose.

Fotos: Kuhn

 

Viva Voce

Veranstalter Klaus Seeger, Pfarrer Claus Bergmann

und KMD Bernhard Krikkay hatten nach dem

Konzert gut lachen.                          Foto: Gruber

 

 

 

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