Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

2015.27.02 Dekanatssynode, Teil 2

Dekanatslogo
Dekanat Gunzenhausen

In Gemeinden einbeziehen

Synode informierte sich über Situation der Flüchtlinge -Tätigkeitsberichte vorgelegt


UNTERWURMBACH (hk) - Recht umfassende Informationen erhielten die Synodalen aus den 28 Kirchenge­meinden im evangelischen Dekanats­bezirk Gunzenhausen vonseiten des Diakonischen Werks Weißenburg-Gunzenhausen über die Situation der Asylanten in der Region. Ferner be­richteten bei der Synode im Gemein­dezentrum Unterwurmbach Vertreter der Organisationen, Gremien und Gruppierungen im Dekanatsbezirk über ihre Arbeit.
Was man in den Kirchengemeinden tun könne, um den etwa 600 Flücht­lingen zu helfen, die derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung Macken­mühle bei Pleinfeld, in den Gemein­schafts- und dezentralen Unterkünf­ten untergebracht sind, darüber be­richteten Geschäftsführer Martin Ruffertshöfer und die beiden Sozial­pädagogen Wolfgang Knapp und Mi­chael Neder, die beide mit der Materie Asylsozialberatung betraut sind.
Nach ihren Worten gibt es viele Ar­ten, sich hier einzubringen und sich für die Menschen einzusetzen. Mög­lichkeiten seien unter anderem die Einbeziehung der Flüchtlinge in Krei­se und Gremien und die Aufnahme von Müttern in Krabbelgruppen. Es könnten Einladungen zum Besuch des Gottesdiensts, der Teilnahme an den Jugendgruppen und Frauenkreisen ausgesprochen werden. Gemeinsame Projekte wie internationales Kochen, gemeinsame Wanderungen, Kaffee­trinken, Sprachunterricht und Beglei­tung zu Arztterminen, um dabei Dol­metscheraufgaben zu übernehmen, wurden als weitere Beispiele für eine Unterstützung genannt.
Wichtig für die Helfer sei ein enger Kontakt zur Asylsozialarbeit, um In­formationen auszutauschen und Dop­pelarbeit zu vermeiden. Vorbildlich nannte Ruffertshöfer die Diakonisches Werk DiakonieArbeiten und Dienste in den Kirchengemeinden Gräfensteinberg und Wald, in denen sich sehr aktive Helferkreise gebildet haben. Für weitere Fragen steht das Diakonische Werk unter Telefon 09141/8600 zur Verfügung.
Wie aus dem Tätigkeitsbericht der Evangelischen Kranken- und Alten­pflege hervorging, gehören dem Kran­kenverein rund 1380 Mitglieder an. Die ambulante Pflege entwickelte sich nach wie vor sehr gut. 2014 erfolgten allein im Einzugsbereich des Gunzen­häuser Dekanats 80425 sogenannte grund- und behandlungspflegerische Hausbesuche und 4680 Hausbesuche im hauswirtschaftlichen Bereich. Die 27 Plätze in der Leibnizstraße sind hervorragend ausgelastet. Auch die 27 Plätze der tagesstrukturierenden Hausgemeinschaft in der Zufuhrstra­ße, die auf zwei Gruppen und 15 Be­wohner verteilt sind, sind bestens be­legt. Gerade die Betreuung und Pflege von demenzkranken Menschen stelle eine immer größer werdende Heraus­forderung dar, hieß es in dem Bericht.
Die elf Plätze für Tagespflegegäste in Dittenheim sind ebenfalls ausgelastet. Auch hier übersteigt die Nachfrage gegenwärtig die Möglichkeiten einer Aufnahme. Die Betreuungsgruppe in Merkendorf unterliegt aber starken Schwankungen. Die Belegung liegt hier regelmäßig bei fünf bis acht Perso­nen. 2016 soll dort eine Tagespflegeein­richtung eröffnet werden. Die Evange­lische Kranken- und Altenpflege Gun­zenhausen ist derzeit Arbeitgeber für etwa 135 Mitarbeiter in den verschie­densten Berufsgruppen.
Die Migrationsbeauftragte im De­kanatsbezirk, Pfarrerin Heike Endres, teilte mit, dass das Jugendtheaterpro­jekt „Fit" auch im Rahmen der Präpa­randen- und Konfirmandenarbeit fortgeführt werden konnte. Bei den Kasual- und Gemeindegottesdiensten gab es erste Versuche, die Situation der Gemeindeglieder mit Migrations­hintergrund durch Lesungen und Text in leichter Sprache zur Mitgestaltung aufzunehmen.
Im Förder- und Hauptschulbereich sind die Religionspädagoginnen Simo­ne Heinrichmeier und Gerdi Probst und die Katechetinnen Helga Berg­mann, Maria Haas, Gudrun Sattler-Fischer und Anja Sievert, die auch an der Mädchenrealschule Hensoltshöhe unterrichtet, tätig. Von kirchlicher Seite unterrichten am Simon-Marius-Gymnasium Pfarrer Thorsten Wolff und am beruflichen Schulzentrum Pfarrerin Sabine Karl (Schwerpunkt Wirtschaftsschule) und Religionspäda­goge Erich Meyer (Schwerpunkt Be­rufsschule). Nach Aussagen des Schul­beauftragten Pfarrer Gert Sommerfeld werden alle angefragten Stunden für Religionsunterricht abgedeckt.
Aus der Arbeit der Posaunenchöre wurde berichtet, dass im Dekanatsbe­zirk 25 Posaunenchöre aktiv und sie in den Kirchengemeinden ein wichtiger Bestandteil im kirchlichen und kultu­rellen Leben sind. Auch im zurücklie­genden Jahr waren die Chöre bei den Seegottesdiensten am Altmühl- und Brombachseemit dabei. In Oberasbach findet am 28. Juni der 41. Bezirkspo­saunentag statt, der in Verbindung mit der Feier des 90-jährigen Jubiläums des dortigen Chors gefeiert wird.
Dekanatskantor Bernhard Krikkay gab bekannt, dass die Reihe „Klang­volle Sommerabende in fränkischen Dorfkirchen" sehr gut angenommen wurde. Die Zahl der Orgelschüler lag im vergangenen Jahr bei neun Perso­nen mit einer leichten Tendenz nach oben. Es brauche trotzdem weitere An­strengungen, Nachwuchs zu gewinnen.
Auf gute Resonanz bei Besuchern und Urlaubern stieß das abwechs­lungsreiche Angebot auf dem Gebiet der Touristen- und Urlauberseelsorge. Das Konzept der Schäferwagenkirche als „geh-hin-Kirche" wird gerne an­genommen. Teilweise kommen zu den Gottesdiensten zwischen 120 und 150 Personen.
Abschließend dankte Dekan Klaus Mendel allen ehren- und hauptamtli­chen Mitarbeitern, die sich zum Wohl des Dekanatsbezirks und ihrer Kir­chengemeinden einbringen.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 07.März 2015

©  Text und Fotos: Horst Kuhn

 

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

Dekanat Gunzenhausen

 

2015. Dekanatsynode

Diakonie-Geschäftsführer Martin Ruffertshöfer (links) und die beiden Sozial­pädagogen Michael Neder und Wolfgang Knapp informierten die Synodalen über die Situation der Asylanten im Landkreis. Fotos: Kuhn

 

2015. Dekanatssynode

Die Synodalen erfuhren viele Neuigkeiten aus dem Dekanatsbezirk.

 

2015. Dekanatssynode

Danke dem KV Unterwurmbach für die Verpflegung.

 

drucken nach oben