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Wort zum Osterfest 2017

Das Wort zum Osterfest

Das Wichtigste an Ostern

 

„Ostern ist das Fest des Frühlings, zu dem viele liebgewonnene Bräuche zelebriert werden: Osternester basteln, Eier bunt bemalen und Schokohasen suchen - besonders für Kinder ist das ein Riesenspaß! Doch das Wichtigste an Ostern ist das Zusammensein mit der ganzen Familie. Es kommen alle an einen Tisch und genießen gemeinsam leckere Kreationen."

Diesen Text habe ich in der Werbung gefunden. Und so sehr ich allen eine wunderschöne Osterfeier mit all dem beschriebenen Zubehör wünsche - Ostern ist noch viel mehr!

 

An Ostern wird die große Grundfrage der Menschheit beantwortet: Was kommt nach dem Tod?

Durch die Mythen und Sagen aller Kulturen zieht sich diese Frage. Und wenn die Frühmenschen ihren Toten Grabbeigaben in die Gruben legten, steckte schon in dieser Handlung die Hoffnung: Ist vielleicht nicht alles aus? Kommt da vielleicht ja noch etwas! Aber was? Ein Reich der Schatten? Die Wiederkehr auf die Erde? Das große Endgericht? Oder sind das nur Täuschungen, die uns über die brutale Wahrheit hinweghelfen, dass dann das große Nichts wartet, in dem alle versinken?

 

Ostern gibt Antwort, klärt genau diese Frage. Klärt sie so überraschend, dass es erst einmal niemand glauben konnte.

Die Jünger Jesu, die Frauen, die ihn begleitet hatten - sie alle waren nicht wirklich darauf vorbereitet, hätten nie damit gerechnet. Aber da steht nun der nach allen Regeln der römischen Kunst ermordete Jesus in ihrer Mitte, ist einfach so eingetreten, obwohl die Türen verschlossen waren, hatte sein Grab leer zurückgelassen. Und muss sie erst mühsam davon überzeugen: Nein, ich bin kein Gespenst, keine Halluzination! Gebt mir zu essen, schaut meine Hände und Füße an, durch die sie bei der Kreuzigung die Nägel getrieben hatten! Und so langsam, aber dann umso sicherer macht sich in diesen Leuten eine ungeheure Freude breit: Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Auferstanden, nicht einfach wiederbelebt, um später erneut zu sterben.

So etwas hatten sie ja schon erlebt, bei Lazarus, bei der Tochter des Jairus, bei dem jungen Mann von Nain. Nein, das hier war anders. Jesus war auferstanden, um für immer zu leben. Er war verwandelt, derselbe und doch ganz anders, an der Stimme und Gestalt erkennbar und doch irgendwie fremd, nicht mehr von dieser Welt.

Die Jüngerinnen und Jünger spüren: Dieser Jesus gehört jetzt zur Ewigkeit Gottes! Und gibt so Antwort auf unsere große Frage nach dem Tod. Diese Antwort ist für die Menschen damals so überwältigend, dass sie für ihren Glauben an diese Auferstehung sogar ihr Leben opfern. Wenn nichts mehr kommt, wäre das der größte Unsinn. Aber sie wissen: Auf mich wartet das Leben der Auferstehung!

 

Es ist nicht wahr, dass mit meinem letzten Atemzug alles zu Ende ist.

Es gibt einen Gott, der stärker ist als der Tod! Auf mich wartet auch nicht die Wiederkehr in ein irdisches Leben, auch kein Reich der Schatten.

Nein, es geht um ein neues Leben im strahlenden Licht! Auferstehung Jesu - das heißt nicht einfach: Es geht nach dem Tod für alle irgendwie weiter.

Es bedeutet vielmehr: Gott weckt die zu neuem Leben auf, die mit ihm verbunden sind. Jesus sagt einmal: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?" (Johannesevangelium 11, Vers 25-26)

 

Jesus ist auferstanden! Das ist die überwältigende Neuigkeit, die an Ostern damals in die Welt kam und die immer noch Menschen in ihrem tiefsten Sehnen froh machen kann. Das Wichtigste von Ostern - ich wünsche Ihnen, dass Sie es für sich entdecken und von Herzen fröhlich werden.

 

Pfarrer Claus Bergmann, Gunzenhausen

 

 

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